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Kasachstan: Tengiz-Ölfeld bleibt weitere 10 Tage geschlossen

Nach einem Brand in einem Kraftwerk steht die Produktion im weltgrößten Ölfeld Tengiz still. Die Ausfälle könnten bis zu 700.000 Tonnen Rohöl-Exporte betreffen.

Kasachstan: Tengiz-Ölfeld bleibt weitere 10 Tage geschlossen

Die Ölförderung im kasachischen Tengiz-Ölfeld, einem der größten weltweit, könnte nach Angaben von Branchenquellen weitere 7 bis 10 Tage unterbrochen bleiben. Der Betreiber Tengizchevroil (TCO) hatte die Produktion am Sonntag nach einem Brand an zwei Turbinentransformatoren gestoppt.

Chevron, größter Anteilseigner von TCO, bestätigte die "vorübergehende Produktionseinstellung als Vorsichtsmaßnahme" auf den Feldern Tengiz und Korolev. Zu operativen Details und finanziellen Auswirkungen äußerte sich der US-Konzern nicht.

Massive Exportausfälle erwartet

Die Stilllegung hat bereits konkrete Folgen: TCO hat nach Informationen von Reuters fünf Exportladungen mit insgesamt 600.000 bis 700.000 Tonnen Rohöl der Sorte CPC Blend storniert. Diese sollten ursprünglich im Januar und Februar über das Schwarzmeerterminal des Kaspischen Pipeline-Konsortiums (CPC) verschifft werden.

"Die Produktion von TCO ist bis Ende der Woche eingestellt, dies könnte jedoch bis Februar andauern", erklärte eine mit der Situation vertraute Quelle. Das CPC-System ist die wichtigste Exportroute für kasachisches Öl.

Andere Felder kompensieren teilweise

Trotz des Ausfalls in Tengiz ist die Gesamtproduktion Kasachstans bislang stabil geblieben. Andere große Ölfelder haben ihre Förderung hochgefahren: Die Produktion auf dem Kaschagan-Feld stieg vom 1. bis 19. Januar um 28 Prozent auf durchschnittlich 197.000 Barrel pro Tag. Das Karachaganak-Feld verzeichnete im gleichen Zeitraum einen Anstieg von 21 Prozent auf 156.000 Barrel täglich.

"NCOC und KPO kompensieren die Stilllegung von Tengiz teilweise, aber in wenigen Tagen wird CPC beginnen, den Durchsatz zu reduzieren", warnte eine Branchenquelle. Die durchschnittliche Förderung in Tengiz lag vom 1. bis 19. Januar bei 360.000 Barrel pro Tag.

Hintergrund zur Infrastruktur

Kasachstan exportiert den Großteil seines Öls über das CPC-System. Die Infrastruktur des Seehafenterminals in Yuzhnaya Ozereyevka am Schwarzen Meer hatte bereits zuvor Schäden erlitten, was zur Umleitung von Rohöl auf alternative Exportrouten führte. Der aktuelle Produktionsausfall verschärft die ohnehin angespannte Situation bei den kasachischen Ölexporten zusätzlich.

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