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Kering: Gucci-Umsatz stabilisiert sich im Schlussquartal

Der französische Luxuskonzern Kering verzeichnet eine leichte Erholung im vierten Quartal 2025. Während die Kernmarke Gucci weiterhin unter Druck steht, fiel der Umsatzrückgang geringer aus als in den Vormonaten. Für 2026 zeigt sich das Management optimis

Kering: Gucci-Umsatz stabilisiert sich im Schlussquartal

Der Luxusgüterkonzern Kering hat im vierten Quartal 2025 erste Anzeichen einer Trendwende präsentiert. Mit einem Quartalsumsatz von 3,905 Milliarden Euro (4,65 Milliarden Dollar) verzeichnete das Unternehmen zwar einen Rückgang von 9 Prozent im Jahresvergleich, konnte sich aber gegenüber dem dritten Quartal stabilisieren. Damals hatte der Konzern noch einen Umsatzeinbruch von 10 Prozent auf 3,415 Milliarden Euro hinnehmen müssen.

Gucci zeigt erste Stabilisierungstendenzen

Die Problemmarke Gucci, die seit Jahren mit rückläufigen Verkäufen kämpft, erwirtschaftete im Schlussquartal einen Umsatz von 1,62 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Minus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, liegt aber leicht über den Analystenschätzungen von 1,61 Milliarden Euro. Im dritten Quartal hatte die italienische Traditionsmarke noch einen Umsatzeinbruch von 18 Prozent verkraften müssen.

Das vierte Quartal gilt als entscheidender Verkaufszeitraum für Luxusmarken, da es sowohl das Black-Friday-Geschäft als auch das Weihnachtsgeschäft umfasst. Die leichte Verbesserung der Geschäftszahlen deutet darauf hin, dass die umfangreichen Umbaumaßnahmen bei Gucci erste Früchte tragen könnten.

Turnaround-Plan zeigt erste Wirkung

Kering arbeitet seit Monaten intensiv daran, Kunden zurück in die Gucci-Boutiquen zu locken. Der Konzern setzt dabei auf eine Neuausrichtung der Marke, um die einstige Glanzmarke wieder zu alter Stärke zu führen. Die Strategie scheint zumindest eine weitere Verschlechterung verhindert zu haben.

Zum Markenportfolio des in Paris ansässigen Konzerns gehören neben Gucci auch Yves Saint Laurent, Balenciaga und Bottega Veneta. Diese Diversifikation soll helfen, die Schwäche bei Gucci teilweise zu kompensieren.

Ausblick: Rückkehr zum Wachstum erwartet

Für das laufende Jahr 2026 zeigt sich das Management zuversichtlich. Kering erwartet eine Rückkehr zum Umsatzwachstum sowie eine Verbesserung der operativen Margen. Diese Prognose dürfte vor allem auf der Hoffnung basieren, dass die Restrukturierungsmaßnahmen bei Gucci im Jahresverlauf ihre volle Wirkung entfalten.

Die Luxusgüterbranche steht derzeit vor verschiedenen Herausforderungen: Während die Nachfrage in China schwächelt, zeigen sich andere Märkte robuster. Für Kering wird entscheidend sein, ob es gelingt, Gucci wieder als begehrte Premiummarke zu etablieren und gleichzeitig die anderen Labels weiter zu stärken.

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