Kering übertrifft Erwartungen im Q4 trotz Gucci-Schwäche
Der französische Luxuskonzern Kering hat im vierten Quartal die Analystenerwartungen übertroffen, obwohl die Umsätze erneut zurückgingen. Unter der neuen Führung von Ex-Renault-Chef Luca de Meo verzeichnete der Konzern einen währungsbereinigten Umsatzrück
Der französische Luxusgüterkonzern Kering hat im vierten Quartal 2025 die Markterwartungen übertroffen, kämpft jedoch weiterhin mit rückläufigen Verkaufszahlen bei seiner wichtigsten Marke Gucci. Der Gesamtumsatz belief sich auf 3,9 Milliarden Euro (4,64 Milliarden Dollar), was währungsbereinigt einem Rückgang von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Analysten hatten laut Visible Alpha mit einem deutlicheren Minus von 5 Prozent gerechnet.
Gucci bleibt Sorgenkind des Konzerns
Die italienische Vorzeigemarke Gucci, die den Großteil der Konzerngewinne erwirtschaftet, verzeichnete im zehnten Quartal in Folge rückläufige Umsätze. Der Rückgang fiel mit 10 Prozent jedoch geringer aus als die von Analysten erwarteten 12 Prozent. Finanzchefin Armelle Poulou zeigte sich vorsichtig optimistisch und verwies auf eine "gewisse Verbesserung in fast allen Regionen" gegen Ende des Jahres, die auf neu eingeführte Produkte und starke Handtaschenverkäufe zurückzuführen sei.
Die anhaltende Schwäche bei Gucci belastet Kering seit dem Abgang des ehemaligen Stardesigners Alessandro Michele im Jahr 2022. Dessen maximalistische Entwürfe hatten die Marke zuvor zu einem der profitabelsten Labels der Luxusbranche gemacht.
Neue Führung soll Trendwende bringen
Das vierte Quartal war das erste unter der Leitung des neuen CEO Luca de Meo, der zuvor den französischen Autobauer Renault leitete. Der Manager hat angekündigt, die Gewinnmargen von Kering wiederherzustellen und mutige Entscheidungen zur Umstrukturierung des Konzerns zu treffen. Investoren beobachten die Entwicklung unter der neuen Führung mit großer Aufmerksamkeit.
Die besser als erwarteten Quartalszahlen könnten ein erster Hinweis darauf sein, dass die eingeleiteten Maßnahmen zur Stabilisierung des Konzerns greifen. Allerdings bleibt die Herausforderung bestehen, Gucci wieder auf Wachstumskurs zu bringen und gleichzeitig die Profitabilität des Gesamtkonzerns zu verbessern.
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Zur AktienanalyseAusblick für den Luxussektor
Kering steht mit seinen Herausforderungen nicht allein da. Die gesamte Luxusbranche kämpft mit einer schwächeren Nachfrage, insbesondere in wichtigen Märkten wie China. Die Frage, ob die vorsichtigen Verbesserungstendenzen bei Gucci nachhaltig sind, wird für die weitere Entwicklung des Konzerns entscheidend sein.


