ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Kern-PCE-Inflation auf höchstem Stand seit Oktober 2023

Das bevorzugte Inflationsmaß der Fed zeigt den höchsten 12-Monats-Wert seit über einem Jahr – doch die Märkte reagieren gelassen.

Kern-PCE-Inflation auf höchstem Stand seit Oktober 2023

Das bevorzugte Inflationsmaß der US-Notenbank Federal Reserve, der Kern-PCE-Preisindex, hat die 12-Monats-Inflationsrate auf den höchsten Stand seit Oktober 2023 getrieben. Trotz dieser auf den ersten Blick beunruhigenden Nachricht reagierten die Finanzmärkte nicht negativ auf die veröffentlichten Daten. Der Grund dafür liegt im Detail der Zusammensetzung des monatlichen Preisanstiegs.

Ein Großteil des monatlichen Anstiegs der Kernpreise resultierte nämlich aus Portfoliomanagement-Dienstleistungen. Deren Preise stiegen sprunghaft an, weil der S&P 500 im betrachteten Zeitraum eine starke Rally verzeichnete. Dieser Effekt gilt unter Ökonomen und Notenbankern als weniger besorgniserregend, da er direkt an die Entwicklung der Aktienmärkte gekoppelt ist und nicht auf einen breiten, strukturellen Preisdruck hindeutet.

Was der Kern-PCE-Index bedeutet

Der Kern-PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures) ist das von der Federal Reserve bevorzugte Maß zur Messung der Inflation. Im Gegensatz zum bekannteren Verbraucherpreisindex (CPI) schließt der Kern-PCE volatile Energie- und Lebensmittelpreise aus und gilt als stabilerer Indikator für den zugrundeliegenden Preisdruck in der US-Wirtschaft. Die Fed orientiert sich an diesem Maß bei ihren geldpolitischen Entscheidungen rund um Leitzinsanpassungen.

Für deutsche Anleger und Beobachter der US-Geldpolitik ist diese Entwicklung von besonderer Bedeutung: Die Federal Reserve hat in den vergangenen Jahren intensiv gegen die Inflation gekämpft und den Leitzins deutlich angehoben. Jeder neue Datenpunkt zum PCE-Index wird daher genau beobachtet, um Hinweise auf mögliche Zinssenkungen oder weitere Straffungsmaßnahmen zu erhalten.

Sinkende Ölpreise als zusätzlicher Beruhigungsfaktor

Neben den PCE-Daten tragen auch sinkende Ölpreise dazu bei, die Sorgen rund um die Inflation zu dämpfen. Günstigere Energiepreise wirken sich direkt auf die Produktions- und Transportkosten aus und können den allgemeinen Preisdruck in der Wirtschaft mildern. Dieser Faktor dürfte die Erwartungen der Marktteilnehmer hinsichtlich der weiteren Geldpolitik der Fed beeinflusst haben.

Die Kombination aus einem technisch erklärbaren Anstieg des Kern-PCE – getrieben durch Portfoliomanagement-Dienstleistungen infolge der S&P-500-Rally – und nachgebenden Ölpreisen hat die Märkte offenbar beruhigt. Anleger interpretierten die Datenlage insgesamt als weniger bedrohlich für den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank, als die Schlagzeile auf den ersten Blick vermuten ließ.

Für Investoren bleibt die Entwicklung des PCE-Index ein zentraler Beobachtungspunkt. Solange der Preisanstieg maßgeblich durch marktabhängige Dienstleistungskomponenten wie das Portfoliomanagement getrieben wird und nicht durch eine breit angelegte Teuerung, dürfte die Federal Reserve keinen unmittelbaren Handlungsdruck verspüren.

Kern-PceInflation UsaFederal ReservePce-PreisindexGeldpolitik FedS&P 500Ölpreise Inflation

Disclaimer