KI-Aktien: Goldman Sachs sieht verbesserte Kaufgelegenheit bei Microsoft
Goldman Sachs überarbeitet ihre US-Conviction-Liste und setzt dabei stark auf KI-Profiteure – Microsoft steht im Mittelpunkt.

Goldman Sachs hat ihre renommierte „U.S. Conviction List" neu zusammengestellt und dabei mehrere namhafte Unternehmen aufgenommen. Zu den neu hinzugefügten Werten zählen Microsoft, Applied Materials, Delta Air Lines, O'Reilly Automotive, Viking Holdings sowie UPS. Gleichzeitig wurden Broadcom, Dick's Sporting Goods, Johnson & Johnson und ServiceNow von der Liste gestrichen.
Die „U.S. Conviction List" gilt als eine der meistbeachteten Empfehlungslisten der Wall Street. Goldman Sachs bündelt dort jene Aktien, von denen die Analysten des Hauses mit besonders hoher Überzeugung eine Outperformance erwarten. Eine Aufnahme in diese Liste gilt in der Finanzwelt als starkes Kaufsignal.
Microsoft im Fokus der KI-Wende
Besonders hervorgehoben wurde in der Neubewertung die Aktie von Microsoft. Analystin Gabriela Borges begründete die Aufnahme des Technologieriesen mit dem sich verändernden Charakter der KI-Revolution. Laut Borges verschiebt sich der Schwerpunkt der künstlichen Intelligenz vom reinen Training und der Infrastruktur hin zu den „frühen Phasen der Implementierung von KI in Unternehmen".
Diese Verschiebung ist für Investoren bedeutsam: Während in der ersten Phase der KI-Welle vor allem Chiphersteller und Rechenzentrumsanbieter profitierten, rücken nun Unternehmen in den Vordergrund, die KI-Lösungen direkt in Geschäftsprozesse integrieren. Microsoft gilt mit seinen Produkten wie dem KI-Assistenten Copilot und der tiefen Integration von OpenAI-Technologien als einer der führenden Anbieter in diesem Bereich.
Borges hob zudem hervor, dass die Ergebnisse des Juniquartals ein bedeutender Schritt zur Umkehrung einer Phase der Underperformance seien. Dies deutet darauf hin, dass Goldman Sachs den jüngsten Kursrücksetzer bei Microsoft als eine verbesserte Einstiegsgelegenheit für Anleger bewertet.
Breite Neuausrichtung der Conviction List
Die Neuaufstellung der Conviction List geht über den KI-Sektor hinaus und zeigt eine breite Neuausrichtung der Investmentstrategie von Goldman Sachs. Mit Delta Air Lines und UPS finden sich auch klassische Vertreter der Transport- und Logistikbranche auf der Liste. O'Reilly Automotive und Viking Holdings ergänzen das Bild um Konsumwerte und den Freizeitsektor.
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Zur AktienanalyseAuf der anderen Seite wurden mit Broadcom und ServiceNow zwei prominente Technologiewerte von der Liste gestrichen. Gerade Broadcom galt lange als einer der Hauptprofiteure des KI-Infrastrukturbooms. Die Streichung könnte darauf hindeuten, dass Goldman Sachs die Bewertungen in diesem Segment als ausgereizt betrachtet und den Fokus nun stärker auf die Anwendungsebene von KI legt.
Für deutsche Privatanleger sind solche Analystenbewertungen von Goldman Sachs ein wichtiger Orientierungspunkt. Die genannten Unternehmen sind allesamt an US-amerikanischen Börsen notiert und für Anleger hierzulande über gängige Online-Broker zugänglich. Insbesondere die Neupositionierung rund um das Thema KI-Implementierung in Unternehmen dürfte die Debatte über die nächste Phase des KI-Investmentzyklus weiter befeuern.


