KI-Rallye läuft ohne Cathie Wood
ARKK schwächelt trotz KI-Boom, Biotech als neuer Fokus

Cathie Wood, eine renommierte Technologie-Investorin, hat früh das Potenzial der Künstlichen Intelligenz (KI) und deren Einfluss auf die Börse erkannt. Vor einem Jahrzehnt investierte sie in den Chipkonzern Nvidia, als dessen Aktien noch bei etwa fünf Dollar lagen. Heute ist der Wert der Aktie auf über 850 Dollar gestiegen. Trotz dieser beeindruckenden Entwicklung und Woods früher Vorhersage des KI-Booms, zeigt sich, dass ihr Ark Innovation ETF (ARKK) hinter den Erwartungen zurückbleibt. Eine Analyse des Handelsblatts offenbart, dass der ARKK in den letzten 52 Wochen fast 20 Prozentpunkte weniger gestiegen ist als der Technologieindex Nasdaq 100. Seit Jahresbeginn verzeichnet der Fonds sogar ein Minus.
Morningstar, ein Unternehmen für Finanzinformationen und Analysen, hat Ark Invest kürzlich zum größten "Vermögensvernichter" am Fondsmarkt gekürt. In den letzten zehn Jahren haben die ETFs von Ark Invest insgesamt 14,3 Milliarden Dollar der Anleger verloren. Dies stellt die Fondsfamilie an die Spitze der Vermögensvernichter, noch vor dem auf China, Klima und digitale Vermögenswerte spezialisierten Investmentmanager Kraneshares mit einem Verlust von 6,5 Milliarden Dollar.
Die Strategie von Cathie Wood, ausschließlich in disruptive Technologien zu investieren, wird von Morningstar-Aktienstrategen kritisiert. Sie weisen darauf hin, dass Woods Vermögen größtenteils in nicht diversifizierten Portfolios gebunden ist, die große Branchenwetten eingehen und stark miteinander korreliert sind. Wood selbst hat in der Vergangenheit immer wieder ihren langfristigen Anlagehorizont betont.
Trotz der Kritik bleibt Wood ihrer Strategie treu und investiert in Unternehmen, die sie für zukünftige Gewinner hält, wie beispielsweise die Kryptobörse Coinbase. Während der Corona-Pandemie erzielten ihre Fonds dank der lockeren Zinspolitik der US-Notenbank Fed Kursgewinne von mehr als 100 Prozent. Doch die anschließenden Zinserhöhungen führten zu einem Einbruch der Kurse von Tech-Aktien, insbesondere von solchen, die noch nicht profitabel sind.
Der ARKK liegt derzeit 68 Prozent unter seinem Rekordhoch. Trotz eines Aufschwungs im Jahr 2023, der den Fonds um 69 Prozent steigen ließ, konnte er nicht zu seinem früheren Höchststand zurückkehren. Die Performance des ARKK bleibt hinter der des Nasdaq 100 zurück, der seit Januar 2020 um mehr als 100 Prozent gestiegen ist, während der ARKK weniger als sechs Prozent zulegte.
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Zur AktienanalyseAnleger haben im vergangenen Jahr erstmals Gelder aus dem ARKK abgezogen, und der Trend hat sich in diesem Jahr noch verstärkt. Wood hat sich zudem von Nvidia-Aktien getrennt, obwohl der Chipkonzern als größter Profiteur des KI-Booms gilt. Sie hält Nvidia für überbewertet und setzt stattdessen auf kleinere KI-Aktien mit vermeintlich größerem Wachstumspotenzial.
Wood identifiziert auch die Biotechnologie als einen Megatrend und investiert einen erheblichen Teil des ARKK in diesen Sektor. Doch diese Wette ist riskant, da viele dieser Unternehmen möglicherweise nie Gewinne erwirtschaften werden. Trotz der Herausforderungen bleibt Wood ihrer Überzeugung treu und sucht nach den nächsten großen Gewinnern im Bereich der Künstlichen Intelligenz und darüber hinaus.


