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Kioxia plant großen Börsengang in Tokio

Investoren erwarten hohe Marktkapitalisierung durch KI-Boom

Kioxia plant großen Börsengang in Tokio

Der japanische Chiphersteller Kioxia hat einen Antrag auf Börsennotierung an der Tokioter Börse gestellt. Die geplante Notierung soll im Oktober erfolgen, und Investoren, darunter der Investmentfonds Bain Capital, erwarten eine Marktkapitalisierung von mehr als zehn Milliarden Dollar. Dies würde den Börsengang zu einem der größten des Jahres in Japan machen. Kioxia gehört neben Samsung Electronics und SK Hynix zu den drei führenden Herstellern von Speicherchips und profitiert derzeit erheblich vom Boom im Bereich Künstliche Intelligenz (KI).

Der aktuelle Trend zur KI hat die Nachfrage nach leistungsfähigen Speicherlösungen erheblich erhöht. Besonders gefragt sind neue, extrem schnelle DRAM-Speicher, die für die kurzzeitige Speicherung von Daten in KI-Anwendungen verwendet werden. Obwohl Kioxia hauptsächlich NAND-Speicher produziert, die in Smartphones und anderen Geräten zur dauerhaften Speicherung verwendet werden, steigert die erhöhte Nachfrage nach KI-Technologien auch die Nachfrage nach diesen Speicherlösungen.

Im laufenden Jahr konnte Kioxia von dieser Marktveränderung profitieren und sich von einem erheblichen Verlust im vergangenen Geschäftsjahr erholen. Während das Unternehmen im Ende März abgeschlossenen Bilanzjahr noch einen Verlust von 244 Milliarden Yen (1,5 Milliarden Euro) verzeichnete, zeigen die Quartalsbilanzen seit Jahresbeginn eine deutliche Gewinnsteigerung. Der positive Trend kommt auch nach gescheiterten Fusionsgesprächen mit Western Digital, die den Investoren nun einen günstigen Zeitpunkt für den Börsengang erscheinen lassen.

Kioxia, früher die Chipsparte von Toshiba, wurde 2018 nach einem Bilanzskandal ausgegliedert. Ein Konsortium unter der Leitung von Bain Capital, zu dem auch der südkoreanische Chiphersteller SK Hynix gehört, erwarb damals Teile des Geschäfts. Derzeit hält das Konsortium 56 Prozent der Anteile an Kioxia, während Toshiba, das seit Ende 2023 nicht mehr an der Börse gelistet ist, noch 41 Prozent besitzt. Die Investoren planen, ihre Anteile schrittweise auf den Markt zu bringen.

Das Interesse an dem bevorstehenden Börsengang ist groß. Experten wie Andrew Jackson von Ortus Advisors sehen das Timing als günstig an und empfehlen, Aktien von Kioxia zu erwerben. Kioxia ist nicht das einzige Unternehmen, das den KI-Boom für einen Börsengang nutzen möchte. In Südkorea haben zwei Halbleiter-Start-ups, Rebellions und Sapeon Korea, eine Fusion vereinbart, um ebenfalls von der hohen Nachfrage nach KI-Chips zu profitieren und sich im Markt zu behaupten.

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