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Klimaziele 2025: China und USA enttäuschen bei Emissionszielen

Die Financial Times hat ein umfassendes Dashboard zu den Klimazielen von 193 Ländern veröffentlicht. Die Daten zeigen: Die größten Emittenten hinken bei ihren Verpflichtungen hinterher – mit gravierenden Folgen für das 1,5-Grad-Ziel.

Klimaziele 2025: China und USA enttäuschen bei Emissionszielen

Die Financial Times hat zum fünften Mal seit 2021 ein durchsuchbares Dashboard mit den historischen Emissionen und Klimazielen von 193 Ländern veröffentlicht. Die Datenbank nutzt Informationen von Climate Watch, der Internationalen Energieagentur und den Vereinten Nationen und zeigt den Fortschritt bei erneuerbaren Energien auf.

Enttäuschende Ziele der Großemittenten

Die Analyse offenbart erhebliche Defizite bei den weltweit größten CO2-Emittenten. China, verantwortlich für etwa 27 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen, legte ein Reduktionsziel am unteren Ende der Erwartungen vor. Trotz massiver Investitionen in erneuerbare Energien und Elektrofahrzeuge bleibt das Land stark von Kohlekraft abhängig, um seine wachsende Wirtschaft zu versorgen.

Die USA unter Präsident Trump haben sich erneut aus dem Pariser Klimaabkommen zurückgezogen und planen die Ausweitung der Öl- und Gasproduktion. Indien, der drittgrößte Emittent weltweit, hatte zum Zeitpunkt des COP30-Gipfels in Belém seine aktualisierten Klimaziele noch nicht eingereicht.

Frist für nationale Klimapläne verstrichen

Bis zum 10. Februar 2025 sollten alle Länder ihre national festgelegten Beiträge (Nationally Determined Contributions, NDCs) aktualisieren – rechtzeitig zum zehnten Jahrestag des Pariser Klimaabkommens. Nur eine Handvoll Staaten hielt diese Frist ein. Die übrigen Nationen stehen unter Druck, ihre Pläne rechtzeitig zum COP30-Gipfel vorzulegen.

Konzentration bei den Top-Emittenten

Auf die fünf größten Emittenten – China, USA, Indien, Russland und Brasilien – entfallen zusammen die Hälfte der weltweiten jährlichen Treibhausgasemissionen. Diese Konzentration macht deutlich, wie wichtig ambitionierte Ziele dieser Länder für den globalen Klimaschutz sind.

1,5-Grad-Ziel in Gefahr

Die UN schätzt den bisherigen Temperaturanstieg bereits auf 1,3 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau. Im Jahr 2024 wurde die 1,5-Grad-Marke erstmals überschritten. Der jüngste UN-Bericht warnt: Auf Basis der aktuellen Regierungspolitik steuert die Welt auf einen Anstieg von 2,8 Grad bis Ende des Jahrhunderts zu – nur geringfügig unter der vorherigen Schätzung.

Emissionen seit Paris-Abkommen gestiegen

Seit dem Pariser Abkommen 2015 gab es nur einen einzigen Rückgang der globalen Emissionen: Im Jahr 2020 sanken sie pandemiebeding um etwa 7 Prozent, als weltweite Lockdowns die menschliche Aktivität unterbrachen. Seitdem steigen die Emissionen wieder kontinuierlich an.

Unterschiedliche Messmethoden erschweren Vergleiche

Die Vergleichbarkeit der nationalen Klimaziele wird durch unterschiedliche Basisjahre und Messmethoden erschwert. Länder wählen oft historische Emissionshöchststände als Ausgangspunkt. Entwicklungsländer wie Indien nutzen zudem die weniger strenge Messgröße der Kohlenstoffintensität pro BIP-Einheit, um Wirtschaftswachstum und Klimaschutz zu vereinbaren.

Das Pariser Abkommen von 2015 sieht vor, die globale Erwärmung idealerweise auf 1,5 Grad oder deutlich unter 2 Grad zu begrenzen. Die aktuellen Entwicklungen zeigen: Ohne deutlich ambitioniertere Maßnahmen der größten Emittenten wird dieses Ziel verfehlt.

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