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KoBold steigt in kongolesisches Lithiumprojekt ein

Milliardeninvestition soll westliche Märkte unabhängiger von China machen

 KoBold steigt in kongolesisches Lithiumprojekt ein

KoBold Metals, ein in Kalifornien ansässiges Unternehmen für Rohstoffexploration, hat nach eigenen Angaben eine Grundsatzvereinbarung zum Erwerb der Beteiligungen von AVZ Minerals am Lithiumvorkommen Manono in der Demokratischen Republik Kongo getroffen. Das Abkommen soll es KoBold ermöglichen, mehr als eine Milliarde US-Dollar in das Projekt zu investieren, um Lithium aus dem zentralafrikanischen Land für westliche Märkte zugänglich zu machen.

Das Unternehmen wird unter anderem von den Milliardären Bill Gates und Jeff Bezos unterstützt. Lithium ist ein zentraler Rohstoff für die Herstellung von Batterien, die in Elektrofahrzeugen und zahlreichen elektronischen Geräten Verwendung finden. Die Vereinigten Staaten produzieren derzeit nur geringe Mengen des Metalls und sind stark von Importen aus China abhängig.

Sowohl die Regierung des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump als auch die seines Vorgängers Joe Biden hatten Initiativen gestartet, um diese Abhängigkeit zu verringern. Erst im vergangenen Monat hatte Massad Boulos, ein hochrangiger Afrika-Berater von Donald Trump, erklärt, dass die Vereinigten Staaten Gespräche über Milliardeninvestitionen in der rohstoffreichen Demokratischen Republik Kongo führen.

Die Region verfügt über große Vorkommen strategischer Rohstoffe wie Kobalt, Lithium, Uran und anderer für die Energiewende wesentlicher Mineralien. Sowohl KoBold Metals als auch AVZ Minerals gaben an, bei der Umsetzung des Projekts mit allen beteiligten Akteuren zusammenzuarbeiten. Dazu gehören unter anderem die Regierungen der Vereinigten Staaten und der Demokratischen Republik Kongo.

Die Einbindung staatlicher Stellen beider Länder wird als integraler Bestandteil des geplanten Einstiegs von KoBold in das Lithiumprojekt betrachtet. Ziel sei es, die Versorgung mit kritischen Rohstoffen aus geopolitisch strategischen Quellen zu sichern. KoBold betonte, dass die Rahmenvereinbarung ein bedeutender Schritt zur Erschließung der Lagerstätte sei und man sich um enge Kooperation mit den betroffenen Parteien bemühe.

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