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Kongo ersetzt Kobaltexport-Verbot durch Quoten

Regierung will Markt stabilisieren und zehn Prozent für nationale Projekte reservieren

Kongo ersetzt Kobaltexport-Verbot durch Quoten

Die Demokratische Republik Kongo wird ihr seit Februar geltendes Exportverbot für Kobalt aufheben und ab dem 16. Oktober durch ein Quotensystem ersetzen. Wie die Behörde für die Regulierung und Kontrolle strategischer Mineralstoffe mitteilte, sollen damit die internationalen Lieferungen besser gesteuert werden. Für den Rest des Jahres 2025 dürfen die Bergbauunternehmen bis zu 18.125 Tonnen Kobalt ausführen. In den Jahren 2026 und 2027 liegt die Obergrenze jeweils bei 96.600 Tonnen.

Das zentralafrikanische Land war im vergangenen Jahr für rund 70 Prozent der weltweiten Kobaltproduktion verantwortlich. Der Exportstopp war verhängt worden, nachdem die Preise auf den niedrigsten Stand seit neun Jahren gefallen waren. Im Juni wurde die Maßnahme verlängert, woraufhin große Produzenten wie Glencore und die chinesische CMOC Group höhere Gewalt erklärten.

Neben den industriellen Abbaustätten prägt auch der informelle Kleinbergbau die Branche. Der handwerklich geprägte Sektor ist nur schwach reguliert und trägt erheblich zur Produktion bei, was die Rückverfolgbarkeit des Metalls und die Einhaltung internationaler Standards für Abnehmer erschwert.

Die Regierung begründet die Einführung des Quotensystems auch mit der Sicherheitslage. Im Osten des Landes verschärfen bewaffnete Konflikte die Situation, wobei die Behörden angeben, dass der illegale Abbau und Schmuggel von Mineralien die Gewalt der M23-Rebellen befeuere.

Nach Angaben der Regulierungsbehörde wird ein Teil der künftigen Produktionsmengen für nationale Projekte reserviert. Konkret sollen zehn Prozent der Ausfuhrvolumen für strategische Vorhaben im Land genutzt werden. Außerdem können die Quoten je nach Marktentwicklung oder Fortschritten bei der heimischen Verarbeitung angepasst werden.

Glencore unterstützt die neue Regelung, während CMOC sich dagegen ausspricht. Beide Unternehmen gehören zu den größten Produzenten von Kobalt im Kongo. Glencore lehnte es ab, die Entscheidung zu kommentieren, während CMOC zunächst nicht erreichbar war.

Die Behörde erklärte zudem, dass sie sich das Recht vorbehalte, überschüssige Mengen zurückzukaufen, wenn einzelne Unternehmen die für das Quartal festgelegten Grenzen überschreiten. Damit soll verhindert werden, dass zu große Bestände auf dem Markt entstehen und die Preise unter Druck geraten.

Die Zuteilung der Exportmengen erfolgt auf Grundlage der bisherigen Ausfuhrzahlen der Unternehmen. Auf diese Weise soll die Versorgung geordnet bleiben und die Stabilität des Marktes für das strategisch wichtige Batteriemetall gewährleistet werden.

DRCKongoKobalt

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