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Kongress verbietet ESG-Investitionen: Bidens Veto erwartet

US-Republikaner verabschieden Gesetzesentwurf zur Blockierung von Klimawandel-bezogenen Investitionsentscheidungen in Pensionfonds

Kongress verbietet ESG-Investitionen: Bidens Veto erwartet

Das US-Repräsentantenhaus hat ein Gesetz gebilligt, das es Pensionsfondsmanagern untersagt, bei Investitionsentscheidungen Faktoren wie den Klimawandel zu berücksichtigen. Der Schritt stellt sich gegen die wachsende Nachfrage nach ESG-Investitionen, die auf Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungsaspekte abzielen. Der Schritt des Repräsentantenhauses zeigt die Bereitschaft der Republikaner, gegen ihre traditionellen Verbündeten in der Wall Street und der Unternehmenswelt zu agieren, die von Parteiabgeordneten als "wache" liberale Praktiken charakterisiert werden. Zwei demokratische Senatoren, Joe Manchin und Jon Tester, stimmten mit den Republikanern und der Senat stimmte mit 50-46 für eine Auflösung, um eine Regelung des Arbeitsministeriums aufzuheben, die es Fondsmanagern erleichtert, ESG-Fragen für Investitionen und Entscheidungen über Aktionärsrechte zu berücksichtigen. Es wird erwartet, dass Präsident Joe Biden das Gesetz ablehnt.

Das Arbeitsministerium hatte die Regelung unter dem früheren Präsidenten Donald Trump eingeführt, die vorsieht, dass Planmanager keine finanziellen Interessen anderen Zielen unterordnen dürfen. Eine Analyse der Harvard Law School stellte fest, dass es im Wesentlichen kosmetische Änderungen an einer restriktiveren Regelung vornimmt. Die Republikaner behaupten, die Regelung würde dazu führen, dass Planmanager politische Anliegen verfolgen, was ihrer Meinung nach die Performance beeinträchtigen würde. Die Industrie ist in dieser Frage gespalten, wobei fossile Brennstoffunternehmen dagegen sind und andere Unternehmen ihre Unterstützung bekunden.

Ein ähnlicher Widerstand wird erwartet, wenn sich das 2024 präsidentielle Rennen in vollem Gange befindet. Die Republikaner nutzten ein Instrument namens Congressional Review Act, um die Regelung des Arbeitsministeriums herauszufordern und dabei die üblichen 60-Stimmen-Schwelle des Senats zu umgehen. Demokratischer Senatsführer Chuck Schumer beschuldigte die Republikaner, sich in private Investitionsentscheidungen einzumischen, und sagte auf dem Senatsboden, dass sie ihre eigenen Ansichten jedem Unternehmen und jedem Investor aufzwingen würden. Der republikanische Senator Mike Braun, der das Gesetz sponserte, sagte, dass es lediglich besagt, dass das primäre Kriterium die finanzielle Rendite der Investition sein müsse und dass ESG-Fragen nicht vollständig ausgeschlossen würden.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die ESG-Investitionen in Zukunft entwickeln werden und ob sie trotz dieser neuen Regelung weiterhin an Beliebtheit gewinnen werden. Die Entscheidung zeigt jedoch, dass die Frage, ob ESG-Faktoren bei Investitionsentscheidungen berücksichtigt werden sollen, ein wichtiger politischer und wirtschaftlicher Streitpunkt ist.

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