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Konjunkturschwäche erreicht Arbeitsmarkt

Experten erwarten schwierige Wintermonate mit steigender Arbeitslosigkeit

Konjunkturschwäche erreicht Arbeitsmarkt

In Deutschland mehren sich die Anzeichen für eine konjunkturelle Abkühlung, die sich zunehmend auch auf den Arbeitsmarkt auszuwirken scheint. Experten der Arbeitsagenturen prognostizieren für die kommenden Wintermonate eine Zunahme der Arbeitslosenzahlen. Laut Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) deuten die aktuellen Indikatoren auf eine herausfordernde Phase für den Jobmarkt hin. Die monatliche Befragung der Arbeitsagenturen durch das IAB offenbart eine pessimistische Erwartungshaltung, mit einem Rückgang des Vorhersage-Indexes um 0,7 Punkte auf 96,4 Punkte.

Dieser Index, der die Prognosen der Arbeitsagenturen für die nächsten drei Monate zusammenfasst, gilt als verlässlicher Frühindikator für die Entwicklung des Arbeitsmarktes. Ein Wert unterhalb von 100 signalisiert eine negative Tendenz. Während die Beschäftigungsaussichten mit einem leichten Rückgang von 0,1 Punkten auf 102,6 Punkte noch im positiven Bereich liegen, ist eine Abschwächung im Vergleich zum Frühjahr erkennbar.

Die jüngsten Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA) unterstreichen diese Entwicklung. Der für den Herbst typische Aufschwung am Arbeitsmarkt fiel im September mit einem Rückgang der Arbeitslosenzahlen um 69.000 auf 2,627 Millionen eher moderat aus. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil betonte zwar die hohe Arbeitsplatzsicherheit für Beschäftigte, doch die konjunkturellen Aussichten trüben sich weiter ein.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands verzeichnete im dritten Quartal einen Rückgang um 0,1 Prozent. Obwohl die Wirtschaftsleistung im ersten Halbjahr etwas besser ausfiel als zunächst angenommen, mit einem leichten Plus von 0,1 Prozent im Frühjahr und einer Stagnation zu Jahresbeginn, deutet die aktuelle Entwicklung auf eine Talfahrt hin. Die Arbeitsagenturen bereiten sich daher auf einen schwierigen Winter vor, in dem die Arbeitslosigkeit voraussichtlich ansteigen wird.

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