KOSPI erholt sich: Samsung und SK Hynix legen kräftig zu
Nach dem massiven Einbruch vom Vortag gewinnt Südkoreas Leitindex KOSPI 3,4% – angetrieben von starken Kursgewinnen bei Samsung und SK Hynix.

Der südkoreanische KOSPI-Index hat sich am Mittwoch deutlich erholt und einen Teil der massiven Verluste der vorangegangenen Sitzung wettgemacht. Der Index kletterte um 3,4% auf 8.480,21 Punkte, blieb damit jedoch unter seinem Intraday-Hoch von 8.577,52 Punkten. Am Dienstag war der KOSPI inmitten eines heftigen Ausverkaufs bei Chip- und Technologiewerten um fast 10% eingebrochen – einer der schwersten Tagesverluste der jüngeren Geschichte des Index.
Maßgeblichen Anteil an der Erholung hatten die beiden größten börsennotierten Unternehmen Südkoreas: Samsung Electronics und SK Hynix. Samsung-Aktien legten zwischen 7% und 10% zu, nachdem die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtet hatte, dass der Konzern einen Aktienrückkauf im Wert von fast 90 Billionen Won – umgerechnet rund 5,8 Milliarden US-Dollar – vorbereite. SK Hynix stieg um 3,4%, nachdem Berichte über Fortschritte bei einer geplanten Notierung von American Depository Receipts (ADRs) bekannt wurden, ein Schritt, der dem Unternehmen erheblich mehr Kapital zuführen könnte.
Beide Aktien hatten in der vorangegangenen Sitzung jeweils Verluste von mehr als 12% hinnehmen müssen.
Mehrere Belastungsfaktoren lösten den Ausverkauf aus
Der dramatische Einbruch vom Dienstag war das Ergebnis einer Kombination negativer Signale. Besonders schwer wog die Entscheidung des Indexanbieters MSCI, Südkorea erneut nicht für eine Einstufung als entwickelten Markt – sogenannter „Developed Market" – in Betracht zu ziehen. Eine solche Hochstufung hätte erhebliche Kapitalzuflüsse aus internationalen Indexfonds ausgelöst und gilt in der südkoreanischen Finanzwelt seit Jahren als wichtiges Ziel.
Zusätzlich belasteten wachsende Zweifel am Handel mit künstlicher Intelligenz die Stimmung. Zuvor hatte der KI-Boom für glänzende Kursgewinne an den südkoreanischen Märkten gesorgt, da Investoren verstärkt in Schwergewichte wie Samsung und SK Hynix investierten. Besonders ein Bericht, wonach SK Hynix plane, sich wieder stärker auf traditionelle Speicherchips zu konzentrieren statt auf die hochmargigen High-Bandwidth-Memory-Produkte (HBM) für KI-Entwickler, schürte Unsicherheit unter Anlegern.
Verschärft wurden die Verluste durch den Verkauf hochgehebelter börsengehandelter Fonds (ETFs). Die Situation eskalierte so weit, dass der Chef der südkoreanischen Marktaufsichtsbehörde öffentlich sein Bedauern darüber äußerte, die Zulassung dieser gehebelten ETFs im vergangenen Monat genehmigt zu haben.
KOSPI trotz Einbruch weiterhin Weltspitze
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Zur AktienanalyseTrotz der heftigen Verluste vom Dienstag bleibt der KOSPI in einer bemerkenswerten Ausgangsposition: Mit einem Plus von fast 100% seit Jahresbeginn gilt er als der weltweit am besten abschneidende Aktienindex. Der Aufschwung wurde vor allem von Technologie- und Chipwerten getragen, die im Zusammenhang mit dem KI-Boom stehen. Investoren hatten angesichts der Aussicht auf massive Gewinne durch die schnell wachsende Technologie massiv in südkoreanische Halbleiterwerte investiert.
Die Erholung vom Mittwoch zeigt, dass das Vertrauen der Anleger in die langfristige Stärke des südkoreanischen Technologiesektors trotz kurzfristiger Turbulenzen grundsätzlich intakt ist. Ob die Erholung nachhaltig ist, dürfte maßgeblich davon abhängen, wie sich die globale Nachfrage nach KI-Chips und Speichertechnologien weiterentwickelt.

