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Kosten für F-35-Fliegerhorst steigen deutlich

Umbauarbeiten verzögern sich wegen Zeitdruck und Planänderungen

Kosten für F-35-Fliegerhorst steigen deutlich

Deutschland investiert weiterhin Milliarden in den Kauf des US-Kampfflugzeugs F-35, um die Beteiligung am US-Atomschirm zu gewährleisten. Interne Dokumente des Verteidigungsministeriums zeigen nun, dass auch die Umbaukosten des Fliegerhorsts Büchel in Rheinland-Pfalz erheblich steigen – bereits zum zweiten Mal. Die Modernisierung des Standorts, von dem aus die Tarnkappenbomber künftig operieren sollen, wird voraussichtlich deutlich teurer als geplant.

Der F-35-Jet soll nach aktuellen Planungen im Spätsommer 2027 erstmals in Büchel starten und den in die Jahre gekommenen Tornado als Träger des US-Atomwaffenpotenzials ablösen. Das Verteidigungsministerium betont in einem vertraulichen Bericht, dass die Einhaltung des engen Zeitplans ein zentraler Faktor für das gesamte Projekt bleibt. Die ursprünglich ambitionierte Zielsetzung, die Auslieferung und Inbetriebnahme der Flugzeuge innerhalb von nur vier Jahren zu realisieren, während sonst acht Jahre üblich sind, erhöht den Druck und hat direkte Auswirkungen auf die Kosten.

Die bislang angesetzten Mittel für die Infrastruktur am Fliegerhorst lagen 2024 bei rund 1,2 Milliarden Euro, was bereits eine Verdopplung der ursprünglichen Planung bedeutete. Aktuell zeichnet sich ab, dass die Kosten auf bis zu zwei Milliarden Euro steigen könnten. Diese Steigerung wird vor allem auf einen erhöhten Planungsaufwand, zusätzliche Material- und Personalkosten sowie geänderte Erkenntnisse aus neuen Gutachten zurückgeführt. Dazu zählen unter anderem umfangreiche Erdbewegungen und Felsabbrüche, die den Bauaufwand deutlich erhöhen.

Ein weiterer Grund für die Kostensteigerung ist der Wechsel des Generalplaners, der zusätzliche Verzögerungen und Anpassungen mit sich brachte. Die mangelnde Vergleichbarkeit mit ähnlichen Projekten und der erhebliche Zeitdruck führten dazu, dass erste Kostenschätzungen auf Annahmen basierten, die sich im Verlauf als unzureichend erwiesen. Das Ministerium warnt, dass die Dynamik des Projekts die Ausgaben weiterhin nach oben treiben könnte.

Trotz der erheblichen Mehrkosten und der komplexen Herausforderungen im Umbau des Fliegerhorsts bleibt das F-35-Projekt im Zeitplan. Die Bundesregierung sieht eine Verzögerung als sicherheitspolitisch riskant an und betont, dass ein Ausfall der termingerechten Inbetriebnahme keine Option ist. Der Ausbau des Flugplatzes Büchel gilt als wesentliche Voraussetzung für die Verteidigungsfähigkeit und die Teilnahme Deutschlands am US-Atomschirm.

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