Kreml erklärt Ukraine-Krieg nach tödlichen Angriffen für neue Phase
Moskau spricht von einem „neuen Paradigma" im Krieg – nach massiven Angriffen mit 17 Toten und 100 Verletzten.

Der Kreml hat am Dienstag erklärt, dass der Krieg in der Ukraine in eine neue Phase eingetreten sei. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bezeichnete ukrainische Angriffe gegen Zivilisten als Terrorakte und kündigte an, dass systematische Angriffe gegen die ukrainische Militärinfrastruktur fortgesetzt würden. Die Aussagen kommen inmitten einer deutlichen Eskalation der Kampfhandlungen.
In der Nacht zuvor hatten massive russische Angriffe auf ukrainische Ziele mindestens 17 Menschen das Leben gekostet und rund 100 weitere verletzt. Moskau begründete die Intensivierung seiner Angriffe mit einem ukrainischen Drohnenangriff auf ein Studentenwohnheim im russisch kontrollierten Luhansk, der sich im vergangenen Monat ereignet hatte und bei dem 21 Menschen ums Leben kamen.
Die Ukraine wies die russische Darstellung zurück. Kyjiw erklärte, der Angriff habe nicht dem Wohnheim gegolten, sondern einem Drohnen-Kommandozentrum in der Region. Dieser Widerspruch in der Darstellung beider Seiten verdeutlicht, wie stark die Informationslage im laufenden Konflikt umkämpft ist.
Friedensprozess auf Eis – Kontakte zu den USA laufen weiter
Peskow räumte ein, dass der Friedensprozess derzeit auf Eis liege. Gleichzeitig betonte er, dass die Kontakte zwischen Russland und den Vereinigten Staaten bezüglich der Ukraine weiterhin aufrechterhalten würden. Dies deutet darauf hin, dass trotz der militärischen Eskalation diplomatische Kanäle nicht vollständig abgebrochen sind.
Der Kreml bekräftigte seine bekannte Grundposition: Russland sei bereit, seine Ziele in der Ukraine auf diplomatischem Weg zu erreichen. Moskau hält daran fest, dass der Krieg sofort beendet werden könne, sofern sich die ukrainischen Streitkräfte aus jenen Regionen zurückziehen, die Russland als eigenes Staatsgebiet beansprucht. Diese Forderung ist für die Ukraine und ihre westlichen Verbündeten bislang nicht akzeptabel.
Hintergrund: Eskalationsspirale seit Monaten
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Zur AktienanalyseDer Konflikt zwischen Russland und der Ukraine dauert seit Februar 2022 an und hat sich in den vergangenen Monaten durch gegenseitige Drohnenangriffe auf zivile und militärische Ziele weiter verschärft. Beide Seiten werfen sich regelmäßig vor, gezielt Zivilisten anzugreifen. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen mit wachsender Sorge, während Friedensverhandlungen bislang keine greifbaren Ergebnisse geliefert haben.
Die Aussagen Peskows über ein „neues Paradigma" im Krieg werden von Beobachtern als Signal gewertet, dass Moskau seine militärische Strategie angepasst hat und auf eine weitere Intensivierung der Angriffe setzt. Für die ukrainische Zivilbevölkerung bedeutet dies eine anhaltend gefährliche Lage, während die diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Konflikts weiterhin stocken.


