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Krise bei Immobilienfirma eskaliert

Geplante Rückzahlungen können nicht erfolgen

Krise bei Immobilienfirma eskaliert

Die Hoffnungen der Gläubiger der Immobiliengesellschaft Accentro Real Estate auf zeitnahe Rückzahlungen ihrer Investitionen haben sich zerschlagen. Das Unternehmen kündigte kürzlich an, dass es die geplanten Tilgungen von 40 Millionen Euro bis Jahresende nicht einhalten kann. Diese Entwicklung stellt einen Wendepunkt dar, da der damalige Vorstandschef Lars Schriewer im Geschäftsbericht 2022 noch die Schaffung einer soliden finanziellen Grundlage für die Zukunft des Unternehmens verkündet hatte.

Accentro, das über ein Portfolio von 5800 Wohnungen hauptsächlich in Berlin und anderen deutschen Großstädten verfügt, hat seine Gläubiger gebeten, die Rückzahlungen zu verschieben und Zinsen zu stunden. Der Immobilienmarkt, besonders in Bezug auf den Verkauf von Immobilien, hat sich nicht wie erwartet entwickelt, was Accentro Schwierigkeiten bereitet, seine Immobilien zu wertgerechten Preisen zu veräußern.

Die Probleme von Accentro sind auch mit der Adler Group verbunden, einem weiteren Immobilienkonzern. Der Hauptaktionär von Accentro, Natig Ganiyev, der 83 Prozent der Anteile hält, hatte die Gesellschaft 2017 von der Adler Real Estate AG übernommen. Es gibt jedoch Anzeichen, dass der Kaufpreis von 180 Millionen Euro nie vollständig bezahlt wurde. Dies hat zu Unverständnis und Frustration bei der Schutzgemeinschaft für Kapitalanleger (SdK) geführt.

Diese Situation wurde durch den plötzlichen Rücktritt des CEO Lars Schriewer weiter kompliziert, was Fragen über die Stabilität und Transparenz des Unternehmens aufwarf. Die finanziellen Aussichten von Accentro haben sich im ersten Halbjahr 2023 deutlich verschlechtert, mit einem Umsatzrückgang und einem Konzerngesamtergebnis von minus 24,6 Millionen Euro.

Accentro hatte Hoffnungen auf finanzielle Unterstützung durch neue Eigner, insbesondere durch ein Angebot der südkoreanischen NongHyup Bank und der Nox Capital Holding aus Berlin. Dieses Angebot, das eine Kapitalbeschaffung von bis zu 20 Millionen Euro vorsah, war jedoch an Bedingungen geknüpft, die eine Anpassung der Anleihebedingungen erforderten. Doch nur einen Tag später stellte sich heraus, dass die Gespräche keine ausreichenden Ergebnisse erbracht hatten und somit keine zeitnahen zusätzlichen Finanzmittel zu erwarten sind.

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