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Künstliche Intelligenz erreicht jetzt auch kleine und mittlere Unternehmen

Was bislang Großkonzernen vorbehalten war, hält nun Einzug in den Mittelstand – wie eine US-Bäckerei zeigt.

Künstliche Intelligenz erreicht jetzt auch kleine und mittlere Unternehmen

Künstliche Intelligenz ist längst kein exklusives Werkzeug mehr für milliardenschwere Konzerne. Immer mehr kleine und mittelständische Unternehmen setzen KI-Tools ein, um ihre Betriebsabläufe zu optimieren – ein Trend, der sich laut einem Bericht des Wall Street Journal zunehmend beschleunigt.

Ein anschauliches Beispiel liefert Helene Godin, Inhaberin der Bäckerei By the Way Bakery in Pleasantville, New York. Ihr Unternehmen stellt Backwaren in kleiner Großhandelsproduktion her – darunter Mini-Gugelhupfe und Brownie-Häppchen. Auf einer Fachmesse im Februar dieses Jahres präsentierte Godin ihre Produkte einigen der größten Supermarktketten des Landes.

Vom Tabellenwirrwarr zur KI-gestützten Planung

Nach der Messe stand Godin vor einer komplexen Herausforderung: Wie lassen sich potenzielle Großaufträge mit den vorhandenen Kapazitäten vereinbaren? Bislang versuchte sie, diese Frage mit Tabellenkalkulationen zu beantworten – mit mäßigem Erfolg. „Wir hatten eine Tabellenkalkulation, die einfach kein Ende nahm", sagte Godin. „Sie war zu unübersichtlich und nicht zuverlässig."

Die Lösung fand sie in einem KI-gestützten Planungstool. Dieses hilft der Bäckerei nun dabei, Zutaten, Personaleinsatz und Produktionspläne zu überwachen – etwa für die Herstellung der sogenannten „Schnibble"-Mini-Gugelhupfe. Darüber hinaus ermöglicht das Tool, die Produktionskapazitäten bei neuen Aufträgen gezielt hochzufahren.

KI als Wachstumstreiber für den Mittelstand

Das Beispiel von By the Way Bakery steht stellvertretend für einen breiteren Wandel in der Wirtschaft. Während KI-Technologien lange Zeit vor allem in ressourcenstarken Großunternehmen zum Einsatz kamen, werden die Lösungen zunehmend zugänglicher und erschwinglicher – auch für kleinere Betriebe ohne eigene IT-Abteilungen.

Für den deutschen Mittelstand, der traditionell als Rückgrat der Wirtschaft gilt, ist diese Entwicklung besonders relevant. Viele mittelständische Unternehmen stehen vor ähnlichen Herausforderungen wie Godin: komplexe Lieferketten, schwankende Nachfrage und der Druck, mit weniger Personal mehr zu leisten. KI-Tools könnten hier künftig eine Schlüsselrolle spielen.

Die Geschichte der New Yorker Bäckerei zeigt dabei, dass der Einstieg in KI nicht zwingend mit großen Investitionen oder technischem Fachwissen verbunden sein muss. Entscheidend ist vielmehr, einen konkreten Anwendungsfall zu identifizieren – und die Bereitschaft, gewohnte Prozesse zu hinterfragen und neu zu gestalten.

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