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Kupferpreis erholt sich: Knappe Lagerbestände treffen auf Nachfragezweifel

Der Kupferpreis an der London Metal Exchange stieg am Mittwoch um 0,4 Prozent auf 12.796 Dollar je Tonne, nachdem das Industriemetall tags zuvor 1,6 Prozent verloren hatte. Strukturelle Angebotsengpässe stützen die Preise, doch Experten zweifeln an der Na

Kupferpreis erholt sich: Knappe Lagerbestände treffen auf Nachfragezweifel

Der Kupferpreis zeigte sich am Mittwoch erholt und legte um 0,4 Prozent auf 12.796 Dollar je Tonne zu. Damit konnte das rote Metall die Verluste vom Vortag teilweise wettmachen, nachdem es am Dienstag um 1,6 Prozent nachgegeben hatte. Vor einer Woche hatte Kupfer noch ein Rekordhoch von 13.407 Dollar erreicht.

Strukturelle Engpässe stützen Preise

Neil Welsh, Leiter des Metallhandels bei Britannia Global Markets, betont die anhaltende Knappheit: "Obwohl der breitere Komplex der Basismetalle volatil bleibt, stützen strukturelle Engpässe die Preise weiterhin." Der Aufschlag des LME-Kassakontrakts gegenüber dem Dreimonats-Terminkontrakt war am Dienstag auf über 100 Dollar pro Tonne gestiegen – ein Zeichen für starke kurzfristige Nachfrage. Am Mittwoch drehte der Spread jedoch in einen Abschlag von 23,50 Dollar.

Geopolitische Spannungen belasten Stimmung

Dan Smith von Commodity Market Analytics warnt vor übermäßigem Optimismus. "Die Märkte sind nervös hinsichtlich der globalen geopolitischen Lage", erklärt der Analyst mit Verweis auf Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump gegen europäische Verbündete. Sein Algorithmus liefere mittlerweile ein Verkaufssignal: "Das deutet darauf hin, dass jede Art von Stärke nur von kurzer Dauer sein wird."

China-Nachfrage unter Druck

Die jüngste Preisrallye dämpft die Nachfrage im weltweit größten Metallverbraucherland China. Die Yangshan-Kupferprämie, ein wichtiger Indikator für chinesische Importnachfrage, fiel auf 22 Dollar pro Tonne – den niedrigsten Stand seit fast 18 Monaten. "Die chinesische Makrolage sieht ziemlich stark aus, aber hohe Kupferpreise neigen dazu, die Nachfrage zu schwächen", so Smith.

China exportierte im Dezember 96.000 Tonnen raffiniertes Kupfer, etwa ein Drittel weniger als im Rekordmonat November, aber immer noch mehr als fünfmal so viel wie ein Jahr zuvor.

Andere Industriemetalle im Aufwind

Zinn war der größte Gewinner an der LME und verteuerte sich um 3,9 Prozent auf 51.000 Dollar pro Tonne, nachdem Indonesien gegen illegalen Bergbau vorgeht. Nickel sprang um 2,3 Prozent auf 17.995 Dollar. Aluminium legte 0,5 Prozent auf 3.124 Dollar zu, Zink gewann 0,2 Prozent auf 3.178,50 Dollar, während Blei 0,2 Prozent auf 2.024 Dollar verlor.

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