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Kupferschmelzen in China verarbeiten Erz kostenlos

Antofagasta-Vereinbarung zeigt Auswirkungen der globalen Konzentratknappheit auf die Industrie

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Chinesische Kupferschmelzen haben sich mit dem chilenischen Bergbaukonzern Antofagasta auf eine Verarbeitung von Kupferkonzentrat ohne Entgelt geeinigt – ein branchenweiter Tiefpunkt, der dennoch als besser als erwartet gilt. Vier mit dem Vorgang vertraute Personen berichteten, dass sich Antofagasta bereit erklärt habe, weder pro Tonne noch pro Pfund eine Vergütung zu zahlen. Damit wurde ein Verarbeitungsentgelt von null US-Dollar festgelegt, obwohl dies traditionell eine wichtige Einnahmequelle für Schmelzen darstellt.

Die Vereinbarung verdeutlicht die anhaltende Knappheit an Kupferkonzentrat, einem Rohstoff, der für den zunehmenden Bedarf an sauberer Energie, insbesondere für Elektrofahrzeuge und Stromnetze, unverzichtbar ist. Üblicherweise zahlen Minenunternehmen Schmelzen dafür, das Konzentrat in veredeltes Metall zu überführen. Derzeit liegen die Spotpreise bei etwa minus 43 US-Dollar – ein ungewöhnlicher Zustand, bei dem Schmelzen den Minenunternehmen Geld zahlen müssten, um das Material zu verarbeiten.

Im Vergleich dazu hatten chinesische Schmelzen und Antofagasta zuvor für das Jahr 2025 einen Verarbeitungspreis von 21,25 US-Dollar pro Tonne und 2,125 US-Cent pro Pfund vereinbart. Das neue Abkommen, obwohl auf null reduziert, wird von einem Schmelzwerk und zwei Analysten dennoch als "besser als erwartet" bewertet.

Die angespannte Versorgungslage resultiert unter anderem daraus, dass in China neue Schmelzkapazitäten entstanden sind, während das Angebot an Konzentrat langsamer wuchs als angenommen. Zusätzlich senkte der kanadische Bergbaukonzern Ivanhoe Mines seine Produktionsprognose, nachdem ein Erdbeben die Kupfermine in der Demokratischen Republik Kongo beeinträchtigt hatte.

Laut Berechnungen des Beratungsunternehmens Benchmark Mineral Intelligence wird das globale Defizit bei Kupferkonzentrat im Jahr 2025 voraussichtlich 1,1 Millionen Tonnen betragen, im Jahr 2026 sogar 2,6 Millionen Tonnen. Für die chinesischen Schmelzen, die weltweit führend in der Herstellung und dem Verbrauch von Raffinadekupfer sind, verschärft sich damit die wirtschaftliche Lage. Mehrere Marktteilnehmer halten es für möglich, dass es infolge der finanziellen Belastungen zu Produktionskürzungen kommt.

Trotz dieser Herausforderungen blieb die Produktion bislang weitgehend stabil. Nebenprodukte wie Gold, Silber und Schwefelsäure mildern die Verluste aus dem Kupfergeschäft ab. Von Januar bis Mai stieg die Raffinadekupferproduktion in China um acht Prozent auf ein Rekordniveau von 6,05 Millionen Tonnen. Die Beratungsfirma Mysteel erwartet für das Gesamtjahr 2025 ein weiteres Wachstum um zwölf Prozent auf 13,29 Millionen Tonnen.

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