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Kyntra Bio Aktie steigt nach positiven Roxadustat-Studiendaten bei MDS

Neue Phase-3-Daten zeigen: Roxadustat verbessert Transfusionsunabhängigkeit bei Patienten mit myelodysplastischen Syndromen deutlich.

Kyntra Bio Aktie steigt nach positiven Roxadustat-Studiendaten bei MDS

Die Aktie von Kyntra Bio (NASDAQ: KYNB) legte am Donnerstag im nachbörslichen Handel um 3,9 Prozent zu. Auslöser war die Präsentation vielversprechender klinischer Daten zu Roxadustat beim Kongress der European Hematology Association 2026 in Stockholm, Schweden. Das Unternehmen veröffentlichte Ergebnisse, die zeigen, dass der Wirkstoff die Transfusionsunabhängigkeit bei Patienten mit myelodysplastischen Syndromen mit geringem Risiko (LR-MDS) und hoher Transfusionslast verbessert.

Bei myelodysplastischen Syndromen handelt es sich um eine Gruppe von Erkrankungen des Knochenmarks, bei denen die Blutbildung gestört ist. Betroffene Patienten sind häufig auf regelmäßige Bluttransfusionen angewiesen, was ihre Lebensqualität erheblich einschränkt. Eine Transfusionsunabhängigkeit gilt daher als wichtiges Therapieziel.

Ergebnisse der MATTERHORN-Studie

Die präsentierten Daten stammen aus einer Post-hoc-Analyse der Phase-3-Studie MATTERHORN. Die erste Analyse dieser Studie hatte bereits gezeigt, dass mehr Patienten unter Roxadustat eine Transfusionsunabhängigkeit erreichten als in der Placebogruppe – 48 Prozent gegenüber 33 Prozent. Die neue Analyse vertieft diese Erkenntnisse und beleuchtet spezifische Patientenuntergruppen.

Besonders aufschlussreich sind die Ergebnisse bei Ringsideroblasten-negativen Patienten (RS-), die mit 84 von 140 Studienteilnehmern die größte Untergruppe bildeten. In dieser Gruppe erreichten 48 Prozent der mit Roxadustat behandelten Patienten eine Transfusionsunabhängigkeit von mindestens 8 Wochen über einen Zeitraum von 28 Wochen. In der Placebogruppe waren es lediglich 28 Prozent. Die Analyse ergab zudem ähnliche Raten der Transfusionsunabhängigkeit sowohl bei Ringsideroblasten-positiven (RS+) als auch bei RS--Patienten.

In der Untergruppe der Patienten mit besonders hoher Transfusionslast – definiert als mindestens 4 Einheiten Erythrozytenkonzentrat pro 8-Wochen-Zeitraum über zwei aufeinanderfolgende Zeiträume – erzielte Roxadustat im Vergleich zu Placebo höhere Raten einer 8-, 12- und 16-wöchigen Erythrozyten-Transfusionsunabhängigkeit. Dies ist klinisch besonders relevant, da diese Patientengruppe den höchsten medizinischen Bedarf aufweist.

Sicherheitsprofil und nächste Schritte

Hinsichtlich der Verträglichkeit des Wirkstoffs berichtete Kyntra Bio von einem insgesamt günstigen Sicherheitsprofil. Die während der Behandlung aufgetretenen unerwünschten Ereignisse waren im Allgemeinen von geringerem Schweregrad und wurden medizinisch behandelt. Neue Sicherheitssignale wurden nicht beobachtet.

Auf Basis dieser Daten und des Feedbacks der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA (Food and Drug Administration) finalisiert Kyntra Bio nun das Protokoll für eine zulassungsrelevante Phase-3-Studie. Diese soll Roxadustat zur Behandlung von Anämie bei Patienten mit LR-MDS und hoher Transfusionslast untersuchen. Das Unternehmen plant, die Studie in der zweiten Jahreshälfte 2026 zu starten.

Für Anleger sind die Daten ein positives Signal: Die Kombination aus überzeugenden klinischen Ergebnissen, einem klaren regulatorischen Fahrplan und dem bevorstehenden Studienstart gibt dem Unternehmen eine konkrete Perspektive auf einen möglichen Zulassungsantrag in den kommenden Jahren.

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