L3Harris: Pentagon investiert 1 Milliarde Dollar in Raketensparte
Die US-Regierung beteiligt sich mit einer Milliarde Dollar am Raketenmotorengeschäft von L3Harris Technologies. Die Aktie des Rüstungskonzerns schoss daraufhin um über 11 Prozent nach oben.

Das US-Verteidigungsministerium investiert eine Milliarde Dollar in das Raketenmotorengeschäft von L3Harris Technologies. Mit der Kapitalspritze will Washington die Versorgung mit dringend benötigten Raketenmotoren sicherstellen, die in Waffensystemen wie Tomahawk-Marschflugkörpern und Patriot-Abfangraketen zum Einsatz kommen. Die Aktie des Rüstungskonzerns legte im vorbörslichen Handel an der New York Stock Exchange um 11,4 Prozent zu.
Börsengang der Raketensparte geplant
L3Harris kündigte an, sein wachsendes Raketenmotorengeschäft in ein eigenständiges, börsennotiertes Unternehmen auszugliedern. Die staatliche Investition erfolgt über wandelbare Wertpapiere im Volumen von einer Milliarde Dollar. Diese werden automatisch in Stammaktien umgewandelt, sobald das neue Unternehmen voraussichtlich Ende 2026 an die Börse geht.
Pentagon ändert Strategie bei Munitionsversorgung
"Wir ändern unseren Ansatz zur Sicherung unserer Munitionslieferkette grundlegend", erklärte Michael Duffey, Unterstaatssekretär für Akquisition und Nachhaltigkeit im Verteidigungsministerium. "Durch die direkte Investition in Zulieferer bauen wir die widerstandsfähige industrielle Basis auf, die für das Arsenal der Freiheit erforderlich ist."
Teil einer breiteren Industriestrategie
Die Transaktion reiht sich ein in eine Serie strategischer Beteiligungen der US-Regierung an Schlüsselindustrien. Washington hält bereits eine 10-Prozent-Beteiligung am Chiphersteller Intel und hat in Produzenten kritischer Mineralien investiert. Die Investition erfolgt nur wenige Tage, nachdem Präsident Donald Trump Verteidigungsunternehmen wegen zu langsamer Waffenproduktion scharf kritisiert hatte.
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Zur AktienanalyseHintergrund der Direktbeteiligung
Die direkte Investition des Pentagons in ein Rüstungsunternehmen markiert einen strategischen Wandel in der US-Verteidigungspolitik. Bereits im August hatte US-Handelsminister Howard Lutnick angekündigt, dass die Trump-Administration Beteiligungen an Rüstungsunternehmen in Erwägung ziehe, um die heimische Verteidigungsindustrie zu stärken.


