L3Harris plant Börsengang seiner Raketentriebwerk-Sparte für 2026
Der US-Rüstungskonzern L3Harris hat vertraulich Unterlagen für den IPO seiner Raketenlösungs-Sparte eingereicht.

Der US-amerikanische Rüstungskonzern L3Harris hat am Mittwoch bekanntgegeben, vertraulich einen Entwurf für eine Registrierungserklärung beim Börsengang (IPO) seiner Sparte für Raketenlösungen eingereicht zu haben. Die genaue Anzahl der anzubietenden Aktien sowie die Preisspanne für den geplanten Börsengang stehen noch nicht fest. Der IPO ist für das Jahr 2026 geplant.
Bereits im Januar hatte L3Harris angekündigt, neues Eigenkapital in seinem wachsenden Geschäft mit Raketentriebwerken verkaufen zu wollen. Dabei soll ein eigenständiges neues Unternehmen entstehen, das von Beginn an auf soliden finanziellen Beinen stehen soll.
US-Regierung investiert eine Milliarde Dollar
Ein zentrales Element des Vorhabens ist eine Investition der US-Regierung in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar in Form von Wandelschuldverschreibungen. Diese Wertpapiere sollen beim geplanten Börsengang im Jahr 2026 automatisch in Stammaktien umgewandelt werden. Die staatliche Beteiligung unterstreicht die strategische Bedeutung des neuen Unternehmens für die amerikanische Verteidigungsindustrie.
Die Investition des Pentagons verfolgt ein klares Ziel: Sie soll dem US-Verteidigungsministerium eine stetige und verlässliche Versorgung mit dringend benötigten Triebwerken für eine Vielzahl von Raketentypen sichern. Zu den betroffenen Systemen zählen unter anderem die bekannten Tomahawk-Marschflugkörper sowie Patriot-Abfangraketen – beides Waffensysteme, die auch im Kontext der NATO und der europäischen Verteidigung eine bedeutende Rolle spielen.
Starkes Wachstum erwartet
L3Harris-CEO Chris Kubasik zeigte sich im Januar optimistisch für die Zukunft des neuen Raketengeschäfts. Er erwartet für das neue Unternehmen jährliche Wachstumsraten im mittleren bis hohen Zehnerbereich. Solche Wachstumsraten wären im Rüstungssektor bemerkenswert und spiegeln die stark gestiegene globale Nachfrage nach Präzisionswaffen und Raketensystemen wider.
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Zur AktienanalyseDer Schritt von L3Harris fügt sich in einen breiteren Trend ein: Angesichts geopolitischer Spannungen weltweit erhöhen westliche Regierungen ihre Verteidigungsausgaben deutlich. Davon profitieren insbesondere Hersteller von Munition, Raketen und zugehörigen Antriebssystemen. Für deutsche Anleger ist L3Harris als einer der großen US-Rüstungskonzerne relevant, da das Unternehmen auch eng mit NATO-Partnern zusammenarbeitet.
Die vertrauliche Einreichung der Börsengangsunterlagen ist ein üblicher erster Schritt im IPO-Prozess in den USA. Sie erlaubt es dem Unternehmen, die Unterlagen zunächst ohne öffentliche Offenlegung bei der US-Börsenaufsicht SEC einzureichen und erst zu einem späteren Zeitpunkt alle Details publik zu machen. Konkrete Angaben zu Bewertung, Aktienanzahl und Preisspanne werden erst im weiteren Verlauf des Prozesses erwartet.


