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Lagerbrand bei Kimberly-Clark: Mitarbeiter wegen Brandstiftung angeklagt

Ein unzufriedener Mitarbeiter soll das Feuer vorsätzlich gelegt und seine Tat in sozialen Medien dokumentiert haben.

Lagerbrand bei Kimberly-Clark: Mitarbeiter wegen Brandstiftung angeklagt

Ein Großbrand in einem weitläufigen Lagerhaus des Konsumgüterkonzerns Kimberly-Clark wird das Unternehmen rund 20 Millionen US-Dollar kosten. Die US-Bundesanwaltschaft wirft einem ehemaligen Mitarbeiter vor, das Feuer Anfang dieses Monats vorsätzlich gelegt zu haben. Der Fall sorgt in den USA für erhebliches Aufsehen – nicht zuletzt wegen der ungewöhnlichen Art, wie der Verdächtige seine mutmaßliche Tat dokumentiert haben soll.

Die Behörden haben den 29-jährigen Chamel Abdulkarim wegen Brandstiftung angeklagt. Laut Anklage soll er die Tat in den sozialen Medien festgehalten haben. Ein von der Staatsanwaltschaft angeführtes Video zeigt offenbar, wie Kartons mit Papierprodukten der Marke Scott – einer bekannten Kimberly-Clark-Marke – innerhalb des Lagers in Brand gesetzt werden.

Provokante Aussagen des Verdächtigen

Besonders brisant sind die der Anklage zufolge getätigten Aussagen des Beschuldigten. Abdulkarim soll erklärt haben: „Ich habe diese [Kraftausdruck] gerade Milliarden gekostet" sowie „Alles, was ihr hättet tun müssen, war uns genug zum Leben zu bezahlen." Diese Worte deuten auf ein Motiv hin, das mit Unzufriedenheit über Arbeitsbedingungen und Entlohnung zusammenhängt.

Darüber hinaus soll sich Abdulkarim in einem Telefonat mit einer nicht identifizierten Person mit Luigi Mangione verglichen haben. Mangione ist der mutmaßliche Mörder des UnitedHealthcare-Managers Brian Thompson – ein Fall, der in den USA zuletzt für intensive Debatten über soziale Ungleichheit und Unternehmensverantwortung gesorgt hatte. Der Vergleich unterstreicht die gesellschaftliche Dimension, die der Verdächtige seiner Tat offenbar beimessen wollte.

Millionenschaden für Kimberly-Clark

Für Kimberly-Clark bedeutet der Brand einen erheblichen finanziellen Schaden von 20 Millionen US-Dollar. Der Konzern ist deutschen Verbrauchern vor allem durch Marken wie Kleenex und Hakle bekannt und zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Hygiene- und Papierprodukten. Ein Lagerhaus dieser Größenordnung stellt einen bedeutenden Logistik- und Infrastrukturknoten dar, dessen Verlust neben dem direkten Sachschaden auch Lieferketten beeinträchtigen kann.

Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Risiken, die von unzufriedenen Mitarbeitern für Unternehmen ausgehen können. Dass der Verdächtige seine Tat mutmaßlich selbst in sozialen Medien dokumentierte, erleichterte den Ermittlungsbehörden offenbar die Arbeit erheblich und führte rasch zur Identifizierung und Anklage des 29-Jährigen. Das Verfahren gegen Abdulkarim läuft nun vor einem US-Bundesgericht.

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