Lantern Pharma: Aktie steigt nach positiven Lungenkrebs-Studiendaten
Neue Überlebensdaten aus der HARMONIC-Studie begeistern Anleger – LP-300 zeigt vielversprechende Ergebnisse bei EGFR-mutiertem Lungenkrebs.

Die Aktie von Lantern Pharma Inc. (NASDAQ: LTRN) legte am Dienstag im vorbörslichen Handel um 3,5 Prozent zu. Auslöser war die Veröffentlichung aktualisierter Überlebensdaten aus der laufenden Phase-2-Studie HARMONIC zum nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom. Anleger reagierten positiv auf die Ergebnisse, die das Potenzial des Wirkstoffs LP-300 weiter untermauern.
Im Mittelpunkt der neuen Daten steht die sogenannte L858R-Kohorte – Patienten mit einer spezifischen EGFR-Exon-21-L858R-Mutation, einer der häufigsten Treibermutationen bei Lungenkrebs. Patienten, die mit bis zu sechs Zyklen LP-300 in Kombination mit Chemotherapie behandelt wurden, erreichten ein medianes progressionsfreies Überleben von 8,9 Monaten. Über die gesamte L858R-Kohorte mit 15 Patienten lag dieser Wert bei 8,4 Monaten.
Starke Ansprechraten und sauberes Sicherheitsprofil
Besonders auffällig sind die Ansprechraten: Mehr als 70 Prozent der auswertbaren L858R-Patienten verzeichneten eine Tumorrückbildung. Bei ausgewählten Patienten hielt das Ansprechen über zwei Jahre an. Die klinische Nutzenrate in dieser Kohorte betrug 77 Prozent – ein Wert, der in der Onkologie als klinisch bedeutsam gilt.
Panna Sharma, CEO und Präsident von Lantern Pharma, kommentierte die Ergebnisse: „Was wir sehen, ist ein frühes Signal, das sich verstärkt, je länger die biomarkerspezifischen Patienten in Therapie bleiben, und – was sehr wichtig ist – keine nennenswerten Veränderungen im außergewöhnlich sauberen Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil von LP-300." Das Unternehmen betonte, dass LP-300 bei 31 behandelten Patienten keine klinisch bedeutsame Toxizität über das Carboplatin/Pemetrexed-Gerüst hinaus verursachte.
Die HARMONIC-Studie untersucht LP-300 in Kombination mit den Chemotherapeutika Carboplatin und Pemetrexed. Die Studienteilnehmer sind Patienten, deren Erkrankung nach einer vorherigen TKI-basierten Therapie (Tyrosinkinaseinhibitor) fortgeschritten war – eine Patientengruppe mit hohem medizinischen Bedarf, da die Behandlungsoptionen nach TKI-Versagen begrenzt sind.
Vorteilhafter Vergleich mit zugelassenem Konkurrenzprodukt
Im studienübergreifenden Vergleich schnitt LP-300 plus Chemotherapie gegenüber der FDA-zugelassenen Kombination aus Amivantamab und Chemotherapie vorteilhaft ab – insbesondere hinsichtlich des Verabreichungsaufwands und dermatologischer Nebenwirkungen. Dieser Vergleich ist für Lantern Pharma strategisch wichtig, da er die Positionierung des Wirkstoffs im Wettbewerbsumfeld stärkt.
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Zur AktienanalyseDie US-Arzneimittelbehörde FDA genehmigte zudem kürzlich eine Protokolländerung, die die Dosierung von LP-300 von maximal sechs auf acht Zyklen verlängert. Dies könnte weiteren Patienten zugutekommen und die Datenbasis für künftige Auswertungen verbreitern.
Lantern Pharma reichte die aktualisierten Daten und Präsentationsfolien im Formular 8-K bei der US-Börsenaufsicht ein. Das Unternehmen nutzt die Ergebnisse aktiv für Partnering-Gespräche während der ASCO 2026 in Chicago – dem weltweit bedeutendsten Kongress für klinische Onkologie. Die L858R-Subgruppe macht laut Unternehmensangaben weltweit etwa 40 Prozent aller Patienten mit EGFR-Mutationen aus, was das adressierbare Marktpotenzial für LP-300 erheblich macht.


