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LNG-Importe in Europa erreichen neues Hoch

Steigende Nachfrage im Winter, stabile Lieferungen aus Asien und den USA

LNG-Importe in Europa erreichen neues Hoch

Europas Importe von Flüssigerdgas (LNG) stiegen im Dezember auf ein 11-Monats-Hoch, ohne jedoch Asien, den weltweit größten LNG-Importeur, zu beeinträchtigen. Laut Daten von Kpler beliefen sich die europäischen Importe auf 10,89 Millionen Tonnen, ein Anstieg von 23 % gegenüber den 8,86 Millionen Tonnen im November. Dies markiert den höchsten Wert seit Januar, als 11,18 Millionen Tonnen importiert wurden. Die Zunahme fiel mit der steigenden Winter-Nachfrage zusammen und erfolgte vor dem geplanten Ende der russischen Gaslieferungen durch die Ukraine zu Beginn des Jahres 2025.

Auch Asien verzeichnete im Dezember einen Anstieg der LNG-Importe auf 25,63 Millionen Tonnen, verglichen mit 22,64 Millionen Tonnen im November. Dennoch lag der Wert um 3,6 % unter den 26,58 Millionen Tonnen, die im Dezember 2023 eingeführt wurden. In Europa betrugen die Importe im Dezember 2023 noch 11,75 Millionen Tonnen, was einen Rückgang um 7,9 % im Vergleich zu Dezember 2024 darstellt.

Ein milder Winterbeginn in Nordasien und steigende Spotpreise scheinen die Importnachfrage in Asien gedämpft zu haben. In China, dem weltweit größten LNG-Importeur, gingen die Einfuhren auf 7,66 Millionen Tonnen zurück, verglichen mit 8,20 Millionen Tonnen im Vorjahr. Ähnliche Rückgänge wurden in Japan und Südkorea verzeichnet. Indien, der viertgrößte LNG-Importeur in Asien, steigerte seine Importe im Dezember leicht auf 1,94 Millionen Tonnen, verglichen mit 1,86 Millionen Tonnen im Dezember 2023. Seit Juni 2024, als die Importe 2,60 Millionen Tonnen erreichten, zeigt sich jedoch ein abnehmender Trend, der auf höhere Spotpreise zurückzuführen ist.

Der Preis für Spot-LNG in Nordasien erreichte im März 2024 ein Tief von 8,30 US-Dollar pro Million British Thermal Units (mmBtu) und stieg bis November auf 15,10 US-Dollar. Zum Jahresbeginn lag der Preis bei 14,60 US-Dollar. Diese Preisniveaus haben in der Vergangenheit dazu geführt, dass Indien weniger Spot-Käufe tätigte und sogar chinesische Käufer LNG weiterverkauften.

In Europa sorgte kaltes Wetter für eine anhaltende Nachfrage. Die Gasspeicher waren zuletzt nur zu etwa 70 % gefüllt, im Vergleich zu 85 % im Vorjahr. Der Preis am niederländischen TTF-Hub lag bei 47,17 Euro pro Megawattstunde, was Spotlieferungen nach Europa attraktiv machte. Die Importe aus den USA erreichten mit 5,22 Millionen Tonnen ein 11-Monats-Hoch, unterstützt durch zwei neue Produktionsstätten, die Ende Dezember 2024 den Betrieb aufnahmen.

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