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LNG-Preis für Sinopec wird gesenkt

Origin rechnet mit Millionenverlust – neue Vertragskonditionen gelten ab 2025

LNG-Preis für Sinopec wird gesenkt

Australia Pacific LNG hat einer Preissenkung für verflüssigtes Erdgas (LNG) zugestimmt, das an das chinesische Unternehmen Sinopec geliefert wird. Die Anpassung gilt für die verbleibenden zehn Jahre des bestehenden Liefervertrags. Wie Origin Energy mitteilte, erfolgte diese Entscheidung nach einer turnusmäßigen Preisüberprüfung im Rahmen des auf zwanzig Jahre angelegten Vertrags, der bis zum Jahr 2035 läuft.

Konkret wurde die sogenannte "JCC-gebundene Vertragsneigung" reduziert. Dabei handelt es sich um den Prozentsatz des Japan Crude Cocktail (JCC), einem gängigen Preismaßstab für Rohöl in Asien, an den der LNG-Preis gekoppelt ist. Die neue Preisstruktur tritt am 1. Januar 2025 in Kraft. Die Anpassung betrifft alle LNG-Lieferungen, die im Rahmen der Vereinbarung mit Sinopec erfolgen.

Origin Energy, das gemeinsam mit ConocoPhillips und Sinopec zu den Partnern im APLNG-Projekt in Queensland gehört, rechnet infolge der Preisreduktion mit einem Rückgang des Gewinns. Für das erste Halbjahr bis Ende Juni 2025 wird ein negativer Einfluss auf das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 55 Millionen australischen Dollar erwartet. Dies entspricht rund 35,39 Millionen US-Dollar.

Sinopec bezieht jährlich 7,6 Millionen Tonnen LNG aus dem APLNG-Projekt. Der Konzern hatte im Jahr 2020 bereits eine Preisüberprüfung angestoßen, die jedoch zu keiner Anpassung führte. Für das Jahr 2030 ist eine letzte Preisüberprüfung vorgesehen, die jedoch im Ermessen des Joint Ventures liegt.

Das Projekt Australia Pacific LNG befindet sich im Bundesstaat Queensland in Australien. Es ist eines der bedeutendsten LNG-Vorhaben des Landes und wird von ConocoPhillips betrieben. Origin Energy hält eine Beteiligung daran, ebenso wie Sinopec, das als einer der größten Abnehmer des dort geförderten Erdgases gilt.

Die jüngste Preisanpassung markiert einen wichtigen Schritt in den vertraglich festgelegten Überprüfungszyklen. Sie spiegelt auch die dynamische Entwicklung der globalen Energiemärkte und die Bedeutung langfristiger Lieferbeziehungen zwischen Australien und China wider.

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