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LNG-Preise in Asien steigen erneut leicht

Zoll-Waffenstillstand und Wetter treiben Nachfrage und Marktaktivität an

 LNG-Preise in Asien steigen erneut leicht

Die Preise für Spot-LNG in Asien sind in der zweiten Woche in Folge leicht gestiegen. Der durchschnittliche Preis für Lieferungen im Juli nach Nordostasien lag bei 11,75 US-Dollar pro Million britischer Wärmeeinheiten (mmBtu), was einen Anstieg gegenüber den 11,50 US-Dollar der Vorwoche darstellt. Marktbeobachter führen diese Entwicklung auf eine leichte Zunahme der Nachfrage zurück, die durch verbesserte industrielle Aussichten infolge eines 90-tägigen Zoll-Waffenstillstands zwischen den Vereinigten Staaten und China begünstigt wurde.

Einige Versorgungsunternehmen und Händler hätten damit begonnen, Lieferungen für Juni zu erwerben, wodurch die Marktaktivität leicht zugenommen habe, so ein Vertreter von Davenport Energy Partners. Zwar sei der Markt aus fundamentaler Sicht nicht angespannt, jedoch hätten niedrigere Preise einige Käufer dazu veranlasst, ihre vertraglich vereinbarten Abnahmemengen zu sichern. China, der weltweit größte LNG-Abnehmer, verzeichnete im April die niedrigste Nachfrage seit Oktober 2022 und hatte zuletzt US-amerikanische LNG-Lieferungen nach Europa weiterverkauft. Der nun vereinbarte vorläufige Waffenstillstand bei den Zöllen könnte den bilateralen Handel wiederbeleben.

Obwohl die bestehenden chinesischen Zölle auf US-LNG mit 25 Prozent weiterhin einen Anreiz bieten, diese Lieferungen umzuleiten, stütze die positive Nachricht von der Zollpause die Erwartungen an eine Belebung der industriellen Nachfrage. Ein Analyst von Kpler wies zudem darauf hin, dass höhere Temperaturen in Thailand zusätzlichen Preisauftrieb in Asien verursachen könnten.

In Europa blieben die Gaspreise am niederländischen TTF-Handelspunkt im Bereich von 34 bis 35 Euro pro Megawattstunde. Trotz eines ausreichenden Angebots und schwacher Nachfrage sorgte die geringe Preisdifferenz zwischen dem JKM-Index für Asien und dem TTF-Preis in Europa für zunehmenden Wettbewerb zwischen den Regionen. Erwartete kältere Temperaturen in Deutschland und Mittelosteuropa könnten die europäischen Preise leicht anheben. Zugleich trugen gelockerte Speicherziele der EU sowie Wartungsarbeiten an wichtigen Regasifizierungsanlagen zur Seitwärtsbewegung der Preise bei.

Die Preisbewertung von S&P Global für den Nordwesteuropa-Markt lag am 15. Mai bei 10,897 US-Dollar pro mmBtu für Juni-Lieferungen, ein Abschlag von 0,63 US-Dollar gegenüber dem TTF-Gaspreis. Weitere Preisbewertungen für Juni lagen zwischen 10,845 und 10,946 US-Dollar pro mmBtu. Im LNG-Frachthandel fielen die Atlantik-Raten mit 32.500 US-Dollar pro Tag so stark wie seit Januar nicht mehr, während die Pazifik-Raten bei 22.250 US-Dollar pro Tag weitgehend stabil blieben.

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