Lockheed Martin erhält US-Militäraufträge im Wert von 92 Millionen Dollar
Der US-Rüstungskonzern sichert sich zwei neue Vertragsänderungen für Satellitenprogramme und F-35-Wartung.

Lockheed Martin Corp. (NYSE: LMT) hat zwei Vertragsänderungen des US-Kriegsministeriums erhalten. Der Gesamtwert beider Anpassungen beläuft sich auf 91.867.982 US-Dollar. Die Aufträge betreffen zwei unterschiedliche Sparten des Rüstungskonzerns: die Raumfahrtabteilung sowie die Luftfahrtsparte.
Den größeren Anteil sicherte sich die Raumfahrtsparte des Unternehmens mit Sitz in Sunnyvale, Kalifornien. Sie erhielt eine Vertragsanpassung in Höhe von 68.555.412 US-Dollar auf Basis eines Kosten-plus-Anreizgebühr-Modells. Durch diese Änderung steigt der Gesamtwert des bestehenden Vertrags von 8.164.061.784 US-Dollar auf 8.226.409.672 US-Dollar.
Next Generation Overhead Persistent Infrared Programm
Der Auftrag ist Teil des sogenannten „Next Generation Overhead Persistent Infrared Geosynchronous"-Programms, kurz Next Gen OPIR. Dabei handelt es sich um ein strategisch bedeutsames US-Satellitenprogramm zur Frühwarnung vor Raketenstarts. Die eigentlichen Arbeiten werden in Boulder, Colorado, durchgeführt und sollen voraussichtlich bis August 2028 abgeschlossen sein.
Verwaltet wird der Vertrag vom Space Systems Command in El Segundo, Kalifornien. Zum Zeitpunkt der Vergabe wurden Mittel in Höhe von 17.194.677 US-Dollar aus dem Haushaltsjahr 2026 für Forschung, Entwicklung, Test und Evaluierung gebunden.
Der zweite Auftrag entfällt auf die Lockheed Martin Aeronautics Co. mit Sitz in Fort Worth, Texas. Diese erhält eine Vertragsanpassung in Höhe von 23.312.570 US-Dollar im Rahmen eines Kosten-plus-Festgebühr-Vertrags. Die Arbeiten umfassen Wartungs- und Instandhaltungsleistungen für Einrichtungen und Systeme des U.S. Reprogramming Laboratory sowie des Partner Support Complex.
F-35 Lightning II: Internationales Programm mit breiter Beteiligung
Die Leistungen im Rahmen dieses zweiten Auftrags unterstützen gleich mehrere Auftraggeber: das Department of the Air Force, das Department of the Navy sowie internationale Teilnehmer des F-35 Lightning II-Programms und Käufer im Rahmen von Foreign Military Sales (FMS). Das F-35-Programm gilt als das größte und teuerste Rüstungsprogramm der US-Geschichte und umfasst zahlreiche Partnerländer, darunter auch Deutschland, das den Kampfjet als Nachfolger des Tornado beschafft.
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Zur AktienanalyseDie Arbeiten werden zu 80 Prozent in Eglin, Florida, und zu 20 Prozent in Fort Worth, Texas, erbracht. Der Abschluss ist für April 2027 geplant. Auftraggebende Stelle ist das Naval Air Systems Command in Patuxent River, Maryland.
Für Anleger unterstreichen diese Vertragsänderungen die anhaltend starke Auftragslage von Lockheed Martin im Bereich der US-Verteidigung. Sowohl das Satellitenprogramm Next Gen OPIR als auch das F-35-Programm gehören zu den langfristigen Kernsäulen des Unternehmens und sichern planbare Einnahmen über mehrere Jahre hinaus.


