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Lockheed Martin hebt Prognose an: Rekordumsätze mit F-35 und Patriot-Systemen

Rüstungskonzern profitiert von globalen Konflikten und steigert Produktion von Raketenabwehrsystemen massiv.

Lockheed Martin hebt Prognose an: Rekordumsätze mit F-35 und Patriot-Systemen

Lockheed Martin hat seine Umsatzprognose für 2026 deutlich angehoben und rechnet nun mit Erlösen zwischen 77,5 und 80 Milliarden Dollar. Die Aktie des weltweit größten Rüstungskonzerns legte im vorbörslichen Handel in New York um 5,5 Prozent zu. Analysten hatten im Schnitt mit 77,83 Milliarden Dollar gerechnet.

Die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten und der Russland-Ukraine-Krieg treiben die globale Nachfrage nach Waffensystemen in die Höhe. Lockheed profitiert dabei besonders von seinen Kampfjets F-35 und F-22, Tarnkappendrohnen sowie Sikorsky Black Hawk Hubschraubern. Diese Systeme kamen auch bei der jüngsten Operation zur Festnahme des venezolanischen Präsidenten durch US-Streitkräfte zum Einsatz, wie CEO Jim Taiclet mitteilte.

Der Konzern steigerte 2025 die Auslieferungen seiner F-35 Kampfjets auf Rekordniveau: 191 Maschinen verließen die Produktionshallen, verglichen mit nur 110 im Vorjahr. Die F-35 ist das größte Beschaffungsprogramm des Pentagon mit geschätzten Gesamtkosten von über zwei Billionen Dollar für Kauf, Betrieb und Wartung.

Massive Produktionssteigerung bei Raketenabwehr

Besonders dynamisch entwickelt sich das Geschäft mit Raketenabwehrsystemen. Anfang Januar vereinbarte Lockheed mit dem US-Verteidigungsministerium eine siebenjährige Ausweitung der Patriot PAC-3 Produktion von 600 auf 2.000 Einheiten jährlich. Zusätzlich soll die Fertigung der THAAD-Systeme (Terminal High Altitude Area Defense) von 96 auf über 400 Einheiten pro Jahr mehr als vervierfacht werden.

Das Raketengeschäft verzeichnete im vierten Quartal mit einem Plus von 17,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr das stärkste Umsatzwachstum aller Sparten. Die Luftfahrtsparte, die mit der F-35 den größten Umsatzanteil generiert, legte um 6,4 Prozent zu. Der Gesamtumsatz im vierten Quartal stieg von 18,62 auf 20,32 Milliarden Dollar.

Unsicherheit durch Trump-Anordnung

Präsident Donald Trump hat im Januar eine Anordnung unterzeichnet, die Dividenden, Aktienrückkäufe und Managergehälter von Rüstungsunternehmen an die Einhaltung von Lieferplänen koppelt. Dies schafft Unsicherheit bezüglich der Kapitalrenditen für Investoren. Während die Wettbewerber RTX und Northrop Grumman ihre Dividendenzusagen bekräftigten, setzte Northrop Aktienrückkäufe aus.

Lockheed zahlte 2025 insgesamt 3,13 Milliarden Dollar an Dividenden aus, leicht über dem Vorjahreswert von 3,06 Milliarden Dollar. Für 2026 erwartet der Konzern einen Gewinn pro Aktie zwischen 29,35 und 30,25 Dollar, verglichen mit Analystenschätzungen von 29,28 Dollar. Trump hat das Verteidigungsministerium zudem angewiesen, sich in "Department of War" umzubenennen, wofür jedoch ein Kongressbeschluss erforderlich ist.

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