Lohnerhöhungen in der US-Autoindustrie: Volkswagen zieht nach
Nach Tarifabschluss der Großen: Auch andere ausländische Autokonzerne erhöhen Löhne ihrer Mitarbeiter

Volkswagen zieht nach dem erfolgreichen Tarifabschluss der großen US-Autobauer mit der Gewerkschaft UAW nach und erhöht die Löhne für die Beschäftigten in seinem Werk in Chattanooga. Die Lohnerhöhung wird im Rahmen der jährlichen Überprüfung der Vergütungen ab Dezember wirksam sein, wie der Autobauer mitteilte. Das Unternehmen betonte, dass dies sicherstellen soll, dass sie weiterhin ein wettbewerbsfähiges und umfassendes Vergütungspaket anbieten können.
Es ist wichtig zu beachten, dass Volkswagen, ähnlich wie andere ausländische Autohersteller und auch Tesla, in den USA keinen Tarifvertrag mit der Gewerkschaft UAW hat. Dieser Tarifabschluss wurde nach sechs Wochen Streik zwischen der UAW und den drei großen US-Autoherstellern General Motors, Ford und der Stellantis-Tochter Chrysler erreicht. Im Rahmen des Abkommens wird der Basislohn bis April 2028 um insgesamt 25 Prozent steigen, wobei im Januar eine Anfangserhöhung von elf Prozent erfolgt. In der höchsten Tarifgruppe wird die Lohnerhöhung sogar 33 Prozent betragen.
Die Automobilarbeitergewerkschaft UAW plant nach diesem erfolgreichen Abschluss, Mitglieder bei ausländischen Autoherstellern zu gewinnen und Tarifverhandlungen durchzusetzen. Bisher hatte die Gewerkschaft Schwierigkeiten, Mehrheiten der Beschäftigten für solche Maßnahmen zu gewinnen.
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Zur AktienanalyseEs ist bemerkenswert, dass nicht nur Volkswagen, sondern auch andere Autohersteller ohne Tarifvertrag in den USA die Löhne ihrer Mitarbeiter in den US-Fabriken erhöhen. So wird Honda ab Januar eine Erhöhung um elf Prozent vornehmen, Nissan plant eine Erhöhung um zehn Prozent, und bei Toyota wird der Stundenlohn um neun Prozent steigen. Hyundai hat sich bereits langfristig auf eine Lohnerhöhung von 25 Prozent bis 2028 festgelegt, ähnlich wie bei den großen US-Autoherstellern.


