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Louisiana zieht sich aus DEA-Anhörung zur Cannabis-Neueinstufung zurück

Der US-Bundesstaat Louisiana gibt seinen Widerstand gegen die bundesweite Neueinstufung von Marihuana als Schedule-3-Droge auf.

Louisiana zieht sich aus DEA-Anhörung zur Cannabis-Neueinstufung zurück

Louisiana hat seinen offiziellen Widerstand gegen die Neueinstufung von Cannabis auf Bundesebene aufgegeben. Der Bundesstaat wird nicht an den Anhörungen der US-Drogenbehörde DEA (Drug Enforcement Administration) teilnehmen, die nächste Woche beginnen. Das geht aus einem neuen Dokument hervor, das diese Woche veröffentlicht wurde.

Louisiana war einer von vier Bundesstaaten, denen der Status einer „interessierten Partei" eingeräumt worden war, um die Bemühungen der Trump-Administration zur Neueinstufung von Marihuana als Droge der Liste 3 (Schedule 3) anzufechten. Besonders bemerkenswert: Louisiana war der einzige dieser vier Bundesstaaten mit legalem Zugang zu Cannabis. Anfang dieser Woche beantragte der Bundesstaat den Rückzug aus dem Verfahren.

Der leitende Verwaltungsrichter der DEA, Derek Julius, gab dem Antrag in einer Verfügung vom 25. Juni statt. In dem Dokument wurde kein Grund für diesen Schritt genannt. Eine Kopie des Antrags Louisianas auf Rückzug von der DEA-Anhörung war zunächst nicht unmittelbar verfügbar.

Wer bleibt im Verfahren gegen die Marihuana-Neueinstufung?

Nach dem Rückzug Louisianas verbleiben folgende Akteure, die weiterhin gegen die Herabstufung von Marihuana zu einer Schedule-3-Droge argumentieren wollen:

  • Nebraska, das zwar über ein legales Programm für medizinisches Marihuana verfügt, in dem Patienten jedoch noch keinen Zugang haben
  • Das Tennessee Bureau of Investigation

Der geräuscharme Rückzug Louisianas aus dem offiziellen Verfahren ist nicht der erste Schritt dieser Art. Er folgt auf das bereits frühere Ausscheiden des Bundesstaates aus einer separaten Klage gegen die endgültige Anordnung der Trump-Administration vom April. Diese Anordnung sieht vor, staatlich lizenziertes medizinisches Marihuana in die Liste 3 des Gesetzes über kontrollierte Substanzen (Controlled Substances Act) aufzunehmen.

Zum damaligen Zeitpunkt nannte Generalstaatsanwältin Liz Murrill keinen Grund für die Entscheidung des Bundesstaates, aus dem Verfahren vor dem D.C. Circuit Court – bekannt als Smart Approaches to Marijuana (SAM) gegen das Justizministerium – auszusteigen. Wie in anderen Bundesstaaten mit medizinischem Marihuana erhielten auch Cannabis-Betreiber in Louisiana infolge der endgültigen Anordnung die Berechtigung, sich bei der DEA zu registrieren.

Nebraska und Indiana bleiben weiterhin im Rechtsstreit

Indiana und Nebraska sind laut den Unterlagen weiterhin Parteien in dem separaten Rechtsstreit vor dem D.C. Circuit Court. Nebraskas Generalstaatsanwalt Mike Hilgers hat trotz der von den Wählern genehmigten Legalisierung von medizinischem Cannabis in seinem Bundesstaat eine starke Ablehnung gegenüber einer Lockerung der Marihuana-Gesetze gezeigt.

Zum Hintergrund: Die Neueinstufung von Marihuana von Schedule 1 auf Schedule 3 des Controlled Substances Act wäre ein historischer Schritt in der US-amerikanischen Drogenpolitik. Während Schedule-1-Drogen als besonders gefährlich und ohne anerkannten medizinischen Nutzen gelten, würde eine Einstufung in Schedule 3 Cannabis auf eine Stufe mit bestimmten verschreibungspflichtigen Medikamenten stellen. Dies hätte weitreichende Folgen für die Cannabis-Industrie, insbesondere im Bereich der Besteuerung und der Bankdienstleistungen für Unternehmen der Branche.

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