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Lufthansa gibt Entwarnung: Treibstoffversorgung trotz Iran-Krise gesichert

Nach wochenlanger Unsicherheit durch den Iran-Krieg beruhigt sich die Lage bei der Lufthansa spürbar.

Lufthansa gibt Entwarnung: Treibstoffversorgung trotz Iran-Krise gesichert

Die Stimmung in den Chefetagen der Lufthansa hat sich merklich aufgehellt. Wer in diesen Tagen mit Führungskräften des Konzerns spricht, trifft auf deutlich entspanntere Gesichter als noch vor wenigen Wochen. Der Grund für die frühere Anspannung war gravierend: Der Iran-Krieg und die damit verbundene Sorge um die Versorgung mit Flugbenzin hatten die Branche in Alarmbereitschaft versetzt.

Konzernchef Carsten Spohr hatte die Lage Anfang Mai noch in drastischen Worten beschrieben. Die Krise habe „eine andere Dimension", warnte er damals mit Blick auf die drohende Knappheit an Treibstoff – einem der größten Kostenfaktoren im Luftverkehr überhaupt. Für Airlines ist die Verfügbarkeit von Kerosin existenziell: Treibstoffkosten machen typischerweise einen erheblichen Teil der Betriebsausgaben aus.

Vorstand gibt grünes Licht für den Sommer

Nun hat der für Service und die Konzern-Airlines zuständige Vorstand Dieter Vrancks die Wende verkündet. „Es gibt keine Anzeichen dafür, dass die Treibstoffversorgung im Sommer gefährdet ist", erklärte der Manager vergangene Woche. Und weiter: „Unsere Kunden können sich auf uns verlassen." Damit sendet Lufthansa ein klares Signal an Reisende und Investoren gleichermaßen.

Für Privatanleger, die Lufthansa-Aktien im Depot halten, ist diese Entwicklung von unmittelbarer Relevanz. Treibstoffengpässe hätten nicht nur den Flugbetrieb gefährdet, sondern auch die Kosten massiv in die Höhe treiben können – mit entsprechend negativen Folgen für die Gewinnmarge des Konzerns. Die Entwarnung aus dem Vorstand dürfte daher als positives Signal gewertet werden.

Iran-Konflikt belastet die gesamte Luftfahrtbranche

Der Iran-Krieg hatte die internationale Luftfahrt in eine schwierige Lage gebracht. Lieferkettenrisiken bei Kerosin, mögliche Umflüge und geopolitische Unsicherheiten hatten die Branche unter Druck gesetzt – ein Szenario, das Spohr treffend als „immer engeren Schraubstock" beschrieben hatte. Dass sich dieser Druck nun offenbar löst, ist für die gesamte Branche eine Erleichterung.

Ob die Entspannung von Dauer ist, bleibt abzuwarten. Die geopolitische Lage im Nahen Osten bleibt volatil, und Energiemärkte reagieren erfahrungsgemäß sensibel auf neue Eskalationsstufen. Anleger sollten die Entwicklungen rund um den Iran-Konflikt und deren Auswirkungen auf die Rohstoffmärkte weiterhin aufmerksam verfolgen.

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