ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Lufthansa-Pilotenstreik: Über 900 Flüge an Tag zwei gestrichen

Der Arbeitskampf bei Lufthansa geht weiter – Hunderte Flüge fallen aus, eine Einigung ist nicht in Sicht.

Lufthansa-Pilotenstreik: Über 900 Flüge an Tag zwei gestrichen

Der Pilotenstreik bei der Lufthansa geht in die zweite Runde. An den wichtigsten deutschen Drehkreuzen Frankfurt und München hat die Airline erneut mehr als 900 Starts und Landungen absagen müssen. Reisende stehen damit vor dem nächsten Chaos-Tag.

Im Gegensatz zum Montag bleibt die Lufthansa-Tochter Eurowings am zweiten Streiktag verschont. An den Flughäfen Berlin, Düsseldorf und weiteren Standorten läuft der Betrieb des Ferienfliegers wieder planmäßig. Das verschafft zumindest einem Teil der Reisenden Erleichterung.

Zum Wochenstart hatte der Streik besonders hart zugeschlagen. Laut der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit fielen insgesamt rund 860 Flüge bei Lufthansa, der Regionalgesellschaft CityLine und Eurowings aus. Allein auf Eurowings entfielen 200 Annullierungen. Bezogen auf die bestreikten Verbindungen konnten 84 Prozent der Flüge nicht stattfinden.

Streit um Betriebsrenten blockiert Einigung

Eine Lösung im Tarifkonflikt zwischen dem Lufthansa-Konzern und der Vereinigung Cockpit ist derzeit nicht absehbar. Der zentrale Streitpunkt sind die Betriebsrenten. Das Management unter Personalchef Michael Niggemann lehnt höhere Kosten strikt ab. Niggemann hatte bereits gewarnt, dass jeder Streik die betroffene Fluggesellschaft langfristig schwäche.

Zusätzlich belastet ein weiterer Arbeitskampf den Konzern. Die Kabinengewerkschaft Ufo hat die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter für Mittwoch und Donnerstag zum Streik aufgerufen. Ufo kämpft für bessere Arbeitsbedingungen im Manteltarifvertrag und will für die Beschäftigten der CityLine einen Sozialplan durchsetzen. Dieser Arbeitskampf überschattet zudem den Festakt zum 100. Jahrestag der Gründung der ersten Lufthansa.

Flughafenverband fordert Einschränkung des Streikrechts

Der Flughafenverband ADV übt scharfe Kritik am anhaltenden Arbeitskampf. Hunderttausende Reisende und weite Teile der deutschen Wirtschaft seien betroffen. „Tausende gestrichene Flüge führen innerhalb kürzester Zeit zu Verlusten in Millionenhöhe – mit direkten Auswirkungen auf Flughafenbetreiber, Dienstleister und Beschäftigte", erklärte der Verband.

ADV-Chef Ralph Beisel geht noch weiter und fordert eine gesetzliche Einschränkung des Streikrechts im Luftverkehr. Da viele unbeteiligte Dritte getroffen würden, sei die Politik gefragt. „Die Bundesregierung ist gefordert, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Tarifautonomie und Gemeinwohl sicherzustellen", so Beisel. Für Anleger der Lufthansa-Aktie bleibt die Lage damit angespannt – anhaltende Streiks belasten Umsatz und Reputation des Konzerns gleichermaßen.

Lufthansa StreikPilotenstreikVereinigung CockpitFlugausfallEurowingsLufthansa AktieTarifkonflikt

Disclaimer