Lufthansa steigert operativen Gewinn trotz Iran-Krieg deutlich
Geringere Spritkosten und Rückkehr der Kernmarke in die Gewinnzone treiben das Ergebnis.

Der Lufthansa-Konzern hat im Geschäftsjahr 2025 seinen operativen Gewinn kräftig ausgebaut. Das bereinigte Ebit – der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten – stieg um knapp ein Fünftel auf 1,96 Milliarden Euro. Als Treiber nennt der DAX-Konzern niedrigere Treibstoffkosten sowie deutlich geringere Ausgaben für Verspätungen und Unregelmäßigkeiten im Flugbetrieb.
Besonders wichtig: Die Kernmarke Lufthansa Airlines kehrte in die Gewinnzone zurück. Das hatte den Konzern in den vergangenen Jahren belastet und Anleger verunsichert. Vorstandschef Carsten Spohr stellte trotz der geopolitischen Verwerfungen durch den Iran-Krieg für 2026 eine weitere deutliche Ergebnissteigerung in Aussicht.
Rekordumsatz, aber Nettogewinn unter Druck
Beim Umsatz verzeichnete Lufthansa 2025 einen neuen Rekordwert: Die Erlöse kletterten um fünf Prozent auf 39,6 Milliarden Euro. Der Nettogewinn – also der Gewinn nach Steuern – sank hingegen um drei Prozent auf 1,34 Milliarden Euro. Belastend wirkten negative Steuereffekte, die das Ergebnis unter dem Strich drückten.
Für Aktionäre gibt es dennoch eine positive Nachricht: Die Dividende soll um zehn Prozent auf 33 Cent je Aktie steigen. Das signalisiert Vertrauen des Managements in die künftige Ertragskraft des Konzerns.
Sparprogramm und neue Flotte als Wachstumshebel
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseZentral für den weiteren Ergebnisanstieg ist das laufende Sparprogramm bei Lufthansa Airlines. Die Kernmarke erhält 2026 mehr neue und treibstoffsparende Langstreckenjets, was die Betriebskosten weiter senken soll. Gleichzeitig setzt der Konzern verstärkt auf günstigere Töchter wie Lufthansa City Airlines und Discover, um im Wettbewerb mit europäischen Billigfliegern konkurrenzfähig zu bleiben.
Für Privatanleger bleibt die Lufthansa-Aktie ein zyklischer Titel mit Chancen und Risiken. Die geopolitische Lage – insbesondere der Iran-Krieg und schrumpfende sichere Flugrouten – bleibt ein kaum kalkulierbarer Unsicherheitsfaktor für die gesamte Luftfahrtbranche.


