Lufthansa-Streik: Diese Rechte haben Passagiere bei Flugausfällen
Piloten und Kabinenpersonal legen Arbeit nieder. Tausende Flüge fallen aus, doch Reisende haben Ansprüche.

Die Lufthansa steht vor einem massiven Ausstand: Sowohl die Pilotenvereinigung als auch die Kabinengewerkschaft Ufo haben ihre Mitglieder bei der Lufthansa-Kerngesellschaft, Lufthansa Cargo und der Regionaltochter Cityline zu einem 24-stündigen Warnstreik aufgerufen. Der Arbeitskampf beginnt am Donnerstag um 00:01 Uhr und endet erst um 23:59 Uhr.
Betroffen sind die Drehkreuze Frankfurt und München sowie weitere wichtige Standorte wie Hamburg, Bremen, Stuttgart, Köln, Düsseldorf, Berlin und Hannover. Sämtliche Starts ab Deutschland sollen bestreikt werden. Die Lufthansa hat zwar keine konkrete Zahl ausgefallener Flüge genannt, kündigt aber umfangreiche Streichungen an. Betroffene Passagiere werden automatisch benachrichtigt. Die Tochtergesellschaften Eurowings und Discover sind vom Streikaufruf nicht betroffen.
Entschädigung und Erstattungsansprüche
Für gestrichene oder stark verspätete Flüge steht Passagieren eine Entschädigung zwischen 250 und 600 Euro zu. Die Höhe richtet sich nach der Flugdistanz. Zusätzlich muss die Airline schnellstmöglich Alternativen organisieren – sei es über andere Fluggesellschaften oder Umsteigeverbindungen.
Reisende können kostenlos auf nicht bestreikte Verbindungen umbuchen. Inlandsflüge lassen sich durch Bahnfahrkarten ersetzen. Wer gänzlich auf den Flug verzichten möchte, erhält den vollständigen Ticketpreis zurück.
Versorgungsleistungen am Flughafen
Am Flughafen haben Betroffene Anspruch auf Essen, Getränke und zwei kostenlose Telefonate. Bei längeren Wartezeiten übernimmt die Lufthansa auch Hotelkosten. Diese Regelungen gelten unabhängig von der gebuchten Reiseklasse.
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Zur AktienanalyseHintergründe des Arbeitskampfs
Die rund 4.800 Piloten fordern höhere Arbeitgeberbeiträge zu den Betriebs- und Übergangsrenten. Die Kabinengewerkschaft Ufo kämpft für verbindliche Tarifverträge und einen Sozialplan, da etwa 800 Arbeitsplätze bei Lufthansa und Cityline auf dem Spiel stehen. Für Anleger bedeutet der Streik kurzfristige Belastungen durch Umsatzausfälle und mögliche Kompensationszahlungen.


