Lululemon-Gründer kritisiert Aufsichtsrat nach Skandal
Chip Wilson, Gründer von Lululemon Athletica, macht den Aufsichtsrat für die jüngste Produktpanne verantwortlich. Kunden hatten sich über zu durchsichtige Leggings beschwert, woraufhin das Unternehmen den Online-Verkauf aussetzte.

Der Gründer des Sportbekleidungsherstellers Lululemon Athletica, Chip Wilson, hat dem Aufsichtsrat des Unternehmens öffentlich die Schuld für die jüngste Produktpanne gegeben. In einem LinkedIn-Beitrag bezeichnete er die Situation als "neuen Tiefpunkt für Lululemon".
Verkaufsstopp nach Kundenbeschwerden
Hintergrund der Kritik ist ein Qualitätsproblem bei der neuen "Get Low"-Leggings-Linie. Zahlreiche Kundinnen hatten sich beschwert, dass das Material zu transparent sei, um sich darin zu bücken oder Kniebeugen zu machen. Lululemon reagierte darauf mit einem vorübergehenden Verkaufsstopp im Online-Shop.
Wilson stellte in seinem Beitrag klar: "Ungeachtet aller internen Schuldzuweisungen nach diesem Missgeschick ist dies nicht die Schuld hart arbeitender Mitarbeiter. Dies ist die Schuld des Verwaltungsrats." Ein Sprecher von Lululemon lehnte eine Stellungnahme zu Wilsons Äußerungen ab.
Wiederholtes Transparenzproblem
Für Lululemon ist es nicht das erste Mal, dass Probleme mit der Durchsichtigkeit der Produkte auftreten. Bereits 2013 musste das Unternehmen eine Rückrufaktion für durchsichtige Yoga-Hosen starten. Damals sorgte Wilson selbst für Kontroversen, als er in einem Fernsehinterview andeutete, die Probleme mit Transparenz und Knötchenbildung seien auf die Körperform der Kundinnen zurückzuführen.
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Zur AktienanalyseDie wiederholten Qualitätsprobleme könnten das Vertrauen in die Marke beeinträchtigen. Lululemon hat sich als Premium-Anbieter im wachsenden Athleisure-Markt positioniert. Produktmängel bei diesem Preisniveau sind besonders kritisch für das Markenimage und könnten sich mittel- bis langfristig auf die Umsatzentwicklung auswirken.
Die öffentliche Kritik des Gründers am Aufsichtsrat deutet zudem auf interne Spannungen hin, die für Investoren ein zusätzliches Warnsignal darstellen könnten.


