Lululemon: Gründer Wilson will Advent aus Vorstand drängen
Chip Wilson, Gründer von Lululemon, verschärft seinen Machtkampf gegen den Yogabekleidungshersteller. Der Großaktionär fordert nun den Rauswurf der Private-Equity-Firma Advent aus dem Vorstand.

Der Gründer des Sportbekleidungsherstellers Lululemon, Chip Wilson, intensiviert seinen Konflikt mit dem Unternehmen. Laut einem Bericht des Nachrichtenportals Semafor will Wilson die Private-Equity-Firma Advent International aus dem Vorstand verdrängen. Dies geht aus Informationen von mit der Angelegenheit vertrauten Personen hervor.
Wilson hatte den Machtkampf bereits Ende Dezember eröffnet, indem er drei unabhängige Direktoren für den Vorstand nominierte. Der Gründer hält einen Anteil von 4,27 Prozent an Lululemon und zählt damit zu den größten unabhängigen Aktionären des Unternehmens.
Keine Kompromissbereitschaft ohne Rücktritte
Obwohl Wilson selbst keinen Vorstandssitz anstrebt, zeigt er sich kompromisslos: Er werde keine Einigung mit Lululemon in Betracht ziehen, solange nicht zwei langjährige Direktoren zurücktreten – darunter Vorstandsvorsitzender David Mussafer. Diese harte Linie unterstreicht die Ernsthaftigkeit des Konflikts.
Wilsons Frustration wird laut Semafor durch die schwache Performance von Advent im Konsumgütersektor verstärkt. Die Private-Equity-Firma konnte in diesem Bereich offenbar nicht die erhofften Erfolge erzielen, was die Kritik des Gründers zusätzlich befeuert.
Doppelter Druck durch Elliott Management
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Zur AktienanalyseLululemon sieht sich nicht nur mit Wilsons Forderungen konfrontiert. Anfang Dezember stieg der aktivistische Investor Elliott Management mit einer Beteiligung im Wert von einer Milliarde US-Dollar bei dem Unternehmen ein. Elliott arbeitet Berichten zufolge eng mit Jane Nielsen, einer ehemaligen Managerin von Ralph Lauren, für eine mögliche CEO-Position zusammen.
Die Kombination aus dem Druck des Gründers und des aktivistischen Investors setzt Lululemon erheblich unter Zugzwang. Weder das Unternehmen noch Advent International haben sich bisher zu den Vorwürfen geäußert. Die kommenden Wochen dürften entscheidend für die Zukunft der Unternehmensführung sein.


