ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Lululemon kontert Gründer Wilson: Vision „in der Zeit stehen geblieben"

Der Yogabekleidungshersteller schlägt nach monatelangen öffentlichen Angriffen von Chip Wilson mit einem Aktionärsbrief zurück.

Lululemon kontert Gründer Wilson: Vision „in der Zeit stehen geblieben"

Lululemon hat in einem Aktionärsbrief vom Montag scharf auf die anhaltenden Angriffe seines Gründers und Großaktionärs Chip Wilson reagiert. Das Unternehmen erklärte, Wilsons Vision für den Yogabekleidungshersteller sei veraltet und „in der Zeit stehen geblieben". Damit eskaliert ein bereits seit Monaten schwelender Konflikt zwischen dem Unternehmen und seinem prominentesten Kritiker.

Wilson hatte den angeschlagenen Konzern zuletzt öffentlich unter Druck gesetzt, um eine Neuausrichtung des Verwaltungsrats zu erzwingen. Der Gründer, der als Großaktionär nach wie vor erheblichen Einfluss besitzt, drängt auf Veränderungen an der Unternehmensspitze. Lululemon weist diese Forderungen nun in aller Deutlichkeit zurück.

Lululemon wirft Wilson Interessenkonflikte vor

In dem Aktionärsbrief geht das Unternehmen über eine bloße Verteidigung hinaus und greift Wilson direkt an. Lululemon wirft ihm „besorgniserregende Interessenkonflikte" vor, ohne diese im Detail zu spezifizieren. Damit stellt das Unternehmen die Motive seines Gründers öffentlich in Frage und deutet an, dass persönliche Interessen hinter den Angriffen stehen könnten.

Darüber hinaus kritisiert Lululemon die drei Kandidaten, die Wilson für den Verwaltungsrat nominiert hat. Den Nominierten fehle die notwendige Gremienerfahrung, so das Unternehmen. Diese Argumentation zielt darauf ab, Wilsons Vorschläge bei institutionellen Investoren und anderen Aktionären zu diskreditieren, bevor es zu einer möglichen Abstimmung kommt.

Hintergrund: Ein Gründer gegen sein eigenes Unternehmen

Chip Wilson gründete Lululemon im Jahr 1998 in Vancouver, Kanada, und baute das Unternehmen zu einer globalen Marke im Bereich Yoga- und Sportbekleidung auf. Lululemon gilt als Pionier des sogenannten „Athleisure"-Trends, der Sportkleidung salonfähig für den Alltag machte. Trotz seines Ausscheidens aus dem operativen Geschäft ist Wilson als Großaktionär weiterhin eng mit dem Unternehmen verbunden.

Zuletzt geriet Lululemon jedoch unter erheblichen Druck. Der Konzern kämpft mit einem schwierigen Marktumfeld und wachsender Konkurrenz im Bereich Sportbekleidung. Vor diesem Hintergrund nutzt Wilson seinen Einfluss, um öffentlich Druck auf das Management und den Verwaltungsrat auszuüben – ein ungewöhnlicher und für das Unternehmen belastender Vorgang.

Der nun veröffentlichte Aktionärsbrief ist ein klares Signal, dass Lululemon nicht bereit ist, Wilsons Forderungen nachzugeben. Indem das Unternehmen seinen Gründer öffentlich der Eifersucht und veralteter Denkweise bezichtigt, nimmt es eine konfrontative Haltung ein. Für Aktionäre und Beobachter dürfte die weitere Entwicklung dieses Machtkampfs entscheidend für die künftige Ausrichtung des Unternehmens sein.

LululemonChip WilsonAktionärsbriefVerwaltungsratYogabekleidungAktionärskonfliktLulu Aktie

Disclaimer