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LVMH-Aktie bricht um 7,5% ein: Quartalszahlen enttäuschen Anleger

Trotz leicht gestiegener Umsätze im vierten Quartal bleiben die Zahlen des Luxuskonzerns hinter den Erwartungen zurück.

LVMH-Aktie bricht um 7,5% ein: Quartalszahlen enttäuschen Anleger

Die Aktie von LVMH ist am Mittwoch im Morgenhandel um über 7,5% eingebrochen. Der französische Luxuskonzern hatte am Vorabend zwar einen leichten Umsatzanstieg für das vierte Quartal gemeldet, konnte damit aber die hochgesteckten Erwartungen der Investoren nicht erfüllen. Nachdem Wettbewerber wie Richemont und Burberry mit starken Zahlen überrascht hatten, lag die Messlatte für LVMH deutlich höher.

Der organische Umsatz des Mutterkonzerns von Louis Vuitton, Moët & Chandon und Tiffany stieg im vierten Quartal um lediglich 1% auf 22,7 Milliarden Euro. Dies entspricht etwa der Wachstumsrate des Vorquartals. Über das Gesamtjahr betrachtet verzeichnete LVMH sogar einen Umsatzrückgang von 1%. Die schwache Performance zog auch die Aktien der Konkurrenten nach unten: Kering verlor bis zu 5%, während Moncler, Hermès und Prada jeweils zwischen 2% und 3% nachgaben.

"Da Vergleichsunternehmen wie Richemont, Burberry und Cucinelli solide Verbesserungen meldeten und die Erwartungen übertrafen, hatte sich die Messlatte etwas nach oben verschoben", erklärten die Analysten von Citi. Der Bericht zeichne "insgesamt ein durchwachsenes Bild", so Barclays-Analystin Carole Madjo.

Erholung in China lässt auf sich warten

Im Fokus der Anleger stand vor allem die Entwicklung auf dem chinesischen Markt. Die Luxusindustrie hofft auf eine Erholung nach einer jahrelangen Flaute, die durch die schwache Nachfrage chinesischer Verbraucher ausgelöst wurde. Diese Käufergruppe galt lange als wichtigster Wachstumstreiber des Sektors. Während die Trends in Asien ohne Japan verbesserte Entwicklungen zeigten, dämpften negative Wechselkurseffekte und schwankende Nachfrage die Gesamtperformance.

CEO Bernard Arnault warnte im Gespräch mit Investoren, dass "2025 nicht einfach wird". Geopolitische Faktoren könnten die Aussichten der Luxusbranche belasten. Die LVMH-Aktie hat seit Jahresbeginn bereits rund 15% an Wert verloren, belastet durch Marktunsicherheiten im Zusammenhang mit den Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump gegen europäische Länder.

Gemischte Signale aus den Geschäftsbereichen

Der Gesamtjahresgewinn von LVMH sank um 13%, wobei vor allem die Wein- und Spirituosensparte belastete. Positiv entwickelte sich hingegen das selektive Einzelhandelsgeschäft mit der Kosmetikmarke Sephora. Die Gewinne in der zweiten Jahreshälfte übertrafen die Erwartungen um 7%, während sich die Margen behaupteten und die Kostendisziplin stark blieb.

James Grzinic von Jefferies fasste zusammen: "Es war kein Aha-Moment für die Luxusbranche. Die allgemeine Unsicherheit über die Ausgabebereitschaft der Verbraucher in den höheren Preissegmenten in den USA und Europa und das Ausmaß, in dem sich der weniger wohlhabende chinesische Verbraucher erholen wird, werden entscheidend sein."

Analysten warnen, dass die Erholung der Luxusbranche wahrscheinlich Zeit in Anspruch nehmen wird. Die wichtigste Sparte von LVMH, Mode und Lederwaren, die den Großteil der Konzerngewinne erwirtschaftet, steht dabei besonders im Fokus der Investoren.

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