Lynas meldet Produktionslücke durch Stromausfälle
Ausfälle in Kalgoorlie beeinträchtigen Weiterverarbeitung und belasten Quartalsausblick

Lynas Rare Earths hat für das laufende Quartal eine Produktionslücke angekündigt, die nach Angaben des Unternehmens auf erhebliche Unterbrechungen der Stromversorgung im Kalgoorlie-Werk in Western Australia zurückgeht. Die Störungen, die sich insbesondere im November gehäuft hatten, führten zu einem deutlichen Verlust an Mixed Rare Earth Carbonate (MREC), das in Kalgoorlie hergestellt und anschließend zur Weiterverarbeitung an die Anlage im malaysischen Gebeng geliefert wird. Die Auswirkungen sollen sich im kommenden Berichtszeitraum in der Fertigwarenproduktion in Malaysia bemerkbar machen.
Das Unternehmen erklärte, die Zahl und Intensität der Stromausfälle im Jahr 2025 sei stark angestiegen. Die Ursachenanalyse laufe gemeinsam mit der Regierung von Western Australia und dem regionalen Netzbetreiber Western Power. Obwohl an Lösungen gearbeitet werde, rechnet Lynas nicht damit, dass diese früh genug greifen, um die Prognose für das laufende Quartal positiv zu beeinflussen. Für Lynas, den weltweit größten Produzenten seltener Erden außerhalb Chinas, bedeutet der Produktionsausfall eine zusätzliche Belastung in einer Phase, in der das Unternehmen seine Ausbringung eigentlich erhöhen wollte, um der wachsenden globalen Nachfrage nach strategischen Rohstoffen gerecht zu werden.
Im zurückliegenden Septemberquartal hatte Lynas eine Gesamtproduktion seltener Erdoxide von 3.993 Tonnen gemeldet, darunter 2.003 Tonnen Neodym und Praseodym (NdPr), die zu den wichtigsten Materialien für Magnetanwendungen zählen. Der Umsatz belief sich im selben Zeitraum auf 200,2 Millionen australische Dollar. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern werden die aktuellen Störungen das Ergebnis des Dezemberquartals spürbar beeinflussen.
Analysten von Canaccord Genuity reduzierten ihre Prognose für die NdPr-Produktion im Dezemberquartal deutlich von bislang erwarteten 2,7 Kilotonnen auf 1,8 Kilotonnen. Auch die Umsatzerwartung wurde gesenkt: Statt 280 Millionen australischer Dollar werden nun noch 220 Millionen australische Dollar veranschlagt. Diese Anpassungen spiegeln die Einschätzung wider, dass die Stromausfälle in Kalgoorlie und die daraus resultierenden Einschränkungen in der Weiterverarbeitung in Malaysia kurzfristig nicht kompensiert werden können.
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Zur AktienanalyseAn der Börse reagierten die Aktien von Lynas mit leichten Verlusten. Nach einem zwischenzeitlichen Rückgang von mehr als zwei Prozent schloss das Papier schließlich 0,1 Prozent niedriger bei 15,02 australischen Dollar. Der breite Marktindex legte im Vergleich dazu leicht zu.

