Lynas Rare Earths: CEO Amanda Lacaze tritt nach 12 Jahren zurück
Amanda Lacaze, CEO des australischen Seltenerden-Produzenten Lynas Rare Earths, geht nach zwölf erfolgreichen Jahren in den Ruhestand. Unter ihrer Führung stieg der Aktienkurs um das Zwölffache.

Der australische Seltenerden-Produzent Lynas Rare Earths hat am Dienstag den Rücktritt seiner langjährigen CEO Amanda Lacaze bekanntgegeben. Nach zwölf Jahren an der Unternehmensspitze wird Lacaze bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres im Amt bleiben, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. Der Vorstand hat bereits die Suche nach einem Nachfolger eingeleitet und prüft sowohl interne als auch externe Kandidaten.
Beeindruckende Erfolgsbilanz
Unter Lacazes Führung entwickelte sich Lynas zum führenden westlichen Produzenten von Seltenen Erden – ein strategisch wichtiger Rohstoff für die Technologie- und Verteidigungsindustrie. Der Aktienkurs des Unternehmens verzeichnete in ihrer Amtszeit einen spektakulären Anstieg um das Zwölffache. Nach Bekanntgabe des Rücktritts legten die Aktien um fast 3 Prozent zu.
Dylan Kelly vom Aktionär Terra Capital würdigte Lacazes Leistungen als "spektakulär". Zu ihren größten Erfolgen zählen die Neuverhandlung der Schulden mit japanischen Anteilseignern, die Inbetriebnahme eines nordamerikanischen Werks sowie der Bau einer neuen Verarbeitungsanlage in Kalgoorlie. "Sie ist eine der besten CEOs, die mir je begegnet sind", so Kelly.
Von Telstra zu Seltenen Erden
Lacaze trat 2014 als CEO von Lynas an, nachdem sie zuvor als nicht-geschäftsführendes Vorstandsmitglied tätig war. Vor ihrer Zeit im Bergbau hatte sie leitende Positionen bei Telstra, Australiens größtem Telekommunikationsunternehmen, und bei Nestlé inne. Laut Forbes ist sie die am längsten amtierende weibliche CEO an der australischen Börse ASX.
Strategische Bedeutung für den Westen
Der Zeitpunkt des Rücktritts fällt in eine Phase, in der westliche Länder verstärkt auf Versorgungssicherheit bei Seltenen Erden setzen. Diese Metalle sind essentiell für Elektromotoren, Windturbinen und Verteidigungstechnologie. Lynas hat sich als wichtige Alternative zu chinesischen Produzenten etabliert, die den Weltmarkt dominieren.
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Zur AktienanalyseAndy Forster von Argo Investments lobte Lacazes Arbeit: "Sie hat das Unternehmen gut positioniert. Es ist ausgeschlossen, dass sie eine zweite Amanda finden." Die Suche nach einem geeigneten Nachfolger wird für den Vorstand eine Herausforderung darstellen.
Geringe Frauenquote in Führungspositionen
Lacazes Abgang unterstreicht die nach wie vor geringe Präsenz von Frauen in Führungspositionen australischer Börsenunternehmen. Laut aktuellen Daten von Chief Executive Women sind neun von zehn CEOs börsennotierter ASX-Unternehmen männlich.


