Machtkampf bei US-Mediendynastie: Zwillingsbrüder streiten um Verkauf
Ein Familienstreit erschüttert Block Communications: Zwillingsbruder Allan droht John Robinson Block mit Vernichtung nach geplantem Unternehmensverkauf.

Ein schockierender Anruf im Jahr 2023 markiert den Beginn eines erbitterten Machtkampfes innerhalb einer der bekanntesten Medienfamilien des amerikanischen Mittleren Westens. John Robinson Block, Chefredakteur und Herausgeber der renommierten Pittsburgh Post-Gazette sowie des Toledo Blade, erhielt damals einen Anruf von seinem Zwillingsbruder Allan — mit einer unmissverständlichen Drohung.
Vorausgegangen war eine unternehmerische Initiative: John Robinson Block hatte Finanzunterlagen des Familienunternehmens Block Communications angefordert. Gemeinsam mit dem Vorstand des Unternehmens verfolgte er das Ziel, eine Bewertung des Medienkonzerns durchzuführen — mit dem Ziel eines potenziellen Verkaufs. Doch dieser Schritt brachte die Spannungen innerhalb der Familie zum Ausbruch.
Drohung unter Brüdern
Allans Reaktion war laut einer von John Robinson eingereichten Gerichtsschrift eindeutig: „Ich werde dich vernichten", soll der Vorstandsvorsitzende von Block Communications zu seinem Zwillingsbruder gesagt haben. Eine Aussage, die den tiefen Riss innerhalb der Familiendynastie offenbart und nun vor Gericht dokumentiert ist.
Allan Block lehnte einen Verkauf des Unternehmens ab — aus zwei wesentlichen Gründen: Er hielt den Zeitpunkt für ungeeignet und fühlte sich aus dem Entscheidungsprozess ausgegrenzt. Damit prallen innerhalb der Familie grundlegend unterschiedliche Vorstellungen über die Zukunft des Medienunternehmens aufeinander.
Block Communications ist ein Privatunternehmen aus dem amerikanischen Mittleren Westen und kontrolliert mit der Pittsburgh Post-Gazette und dem Toledo Blade zwei traditionsreiche Tageszeitungen. Solche Familienunternehmen im Medienbereich stehen in den USA seit Jahren unter erheblichem wirtschaftlichem Druck — sinkende Auflagen, rückläufige Werbeeinnahmen und die Konkurrenz durch digitale Plattformen machen klassischen Printmedien zu schaffen.
Familienstreit mit juristischen Folgen
Der Konflikt hat inzwischen die Gerichte erreicht. John Robinson Block hat eine Gerichtsschrift eingereicht, in der er die Drohung seines Bruders dokumentiert. Damit wird aus einem internen Familienstreit ein öffentlich ausgetragener Rechtsstreit — mit potenziell weitreichenden Folgen für die Zukunft von Block Communications.
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Zur AktienanalyseDerartige Erbstreitigkeiten und Machtkämpfe innerhalb von Mediendynastien sind kein Einzelfall. Auch in Deutschland und Europa kennt man solche Konflikte aus Familienunternehmen, wenn unterschiedliche Generationen oder Familienzweige unvereinbare Vorstellungen über Strategie und Verkauf entwickeln. Der Fall Block zeigt exemplarisch, wie persönliche Beziehungen und unternehmerische Entscheidungen in Familienkonzernen untrennbar miteinander verwoben sind.
Ob und wann ein Verkauf von Block Communications tatsächlich zustande kommt, bleibt angesichts des eskalierenden Bruderkonflikts offen. Der Fall dürfte die amerikanische Medienbranche weiter beschäftigen.


