Macquarie Group: Starkes Q3 treibt Aktienkurs um 4%
Die australische Investmentbank Macquarie Group verzeichnete im dritten Quartal eine erfreuliche Geschäftsentwicklung über alle Sparten hinweg. Die Aktie legte daraufhin um bis zu 4 Prozent zu und übertraf damit deutlich den australischen Leitindex, der n

Die Macquarie Group hat mit ihrem Quartalsbericht die Erwartungen der Anleger erfüllt und den Aktienkurs beflügelt. Die in Sydney ansässige Investmentbank meldete für die drei Monate bis zum 31. Dezember zufriedenstellende Handelsbedingungen, ohne jedoch konkrete Gesamtgewinnzahlen zu veröffentlichen. Die Aktie erreichte am Dienstag ein Tageshoch von 221,32 Australischen Dollar – der stärkste prozentuale Anstieg seit Mitte Oktober.
Asset Management mit Rekordvermögen
Die Sparte Macquarie Asset Management (MAM) trug deutlich mehr zum Konzernergebnis bei als im Vorjahr. Haupttreiber waren Gewinne aus dem Verkauf des nordamerikanischen und europäischen Geschäfts mit öffentlichen Anlagen. Das verwaltete Vermögen kletterte zum Jahresende auf 736,1 Milliarden Australische Dollar (umgerechnet 521,75 Milliarden US-Dollar) – ein sequenzielles Plus von 3 Prozent.
Rohstoffhandel und Vermögensfinanzierung überzeugen
Die Einheit Commodities and Global Markets (CGM) meldete ein solides Quartal mit einem deutlichen Gewinnsprung. Höhere Erträge aus der Vermögensfinanzierung stützten das Ergebnis. Auch Macquarie Capital profitierte von realisierten Vermögenswerten und Einnahmen aus dem wachsenden Private-Credit-Geschäft.
Hypothekengeschäft wächst zweistellig
Die Sparte Banking and Financial Services (BFS) verzeichnete einen leicht höheren Quartalsgewinn. Die Wohnungsbaudarlehen stiegen um 7 Prozent, die Einlagen um 6 Prozent. Laut UBS wächst BFS damit deutlich schneller als der Gesamtmarkt. Allerdings belastet der intensive Wettbewerb im australischen Hypothekenmarkt die Gewinnmargen.
Optimistischer Ausblick trotz Steuerbelastung
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Zur AktienanalyseFür die kommenden Monate zeigt sich Macquarie zuversichtlich: Die Bank erwartet steigende investitionsbezogene Erträge bei Macquarie Capital, "erheblich höhere" Nettobetriebseinnahmen bei MAM und zunehmende Rohstofferträge bei CGM. Dies stellt eine Verbesserung gegenüber früheren Prognosen dar.
Allerdings prognostizierte das Management eine Steuerquote von rund 31 Prozent für 2026, was dem Niveau der ersten Jahreshälfte entspricht. UBS-Analysten bezeichneten die zugrunde liegende Performance als "stark", verwiesen aber auf die Steuerwarnung. Citi-Analysten gehen davon aus, dass das Update den Konsens für 2026 nicht wesentlich verschieben wird, da die Entwicklung weitgehend den Erwartungen entspreche.
Macquarie betonte, dass Kapital- und Liquiditätsniveaus weiterhin komfortabel über den regulatorischen Anforderungen liegen.


