Macy's hebt Jahresprognose an – stärkstes Q1-Wachstum seit vier Jahren
Der US-Warenhausriese übertrifft die Erwartungen der Wall Street und zeigt klare Fortschritte beim laufenden Turnaround-Programm.

Macy's hat im ersten Geschäftsquartal das stärkste flächenbereinigte Umsatzwachstum seit vier Jahren erzielt und daraufhin die Jahresprognose angehoben. Die vergleichbaren Umsätze stiegen im Quartal insgesamt um 3%, bei der gleichnamigen Hauptmarke um 1,6%. Besonders stark zeigte sich die Luxustochter Bloomingdale's mit einem flächenbereinigten Umsatzwachstum von beeindruckenden 10,2%.
CEO Tony Spring nannte in einem Interview mit CNBC mehrere Wachstumstreiber: eine Auswahl angesagter Marken, einen im Luxussegment einzigartigen „Spaßfaktor" sowie die jüngste Insolvenz des Konkurrenten Saks Fifth Avenue. Spring betonte, dass die besser als erwarteten Umsätze und eine höhere Profitabilität das Unternehmen zur Anhebung des Ausblicks bewogen hätten – „trotz der makroökonomischen und geopolitischen Unsicherheit".
Zahlen übertreffen Wall-Street-Erwartungen
Der ausgewiesene Nettogewinn für den am 2. Mai endenden Dreimonatszeitraum belief sich auf 63 Millionen US-Dollar bzw. 23 Cent pro Aktie – ein deutlicher Anstieg gegenüber 38 Millionen US-Dollar bzw. 13 Cent pro Aktie im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Restrukturierungskosten und andere Einmaleffekte verzeichnete Macy's ein Ergebnis je Aktie von 13 Cent. Der Umsatz kletterte auf 4,68 Milliarden US-Dollar, ein Zuwachs von rund 2% gegenüber 4,60 Milliarden US-Dollar im Vorjahr.
Die Aktie reagierte positiv: Im vorbörslichen Handel am Mittwoch legte das Papier um mehr als 2% zu. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Macy's nun einen Nettoumsatz zwischen 21,5 und 21,75 Milliarden US-Dollar – weitgehend über den Analystenerwartungen von LSEG in Höhe von 21,59 Milliarden US-Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll zwischen 2,00 und 2,20 US-Dollar liegen, nach einer früheren Spanne von 1,90 bis 2,10 US-Dollar.
Turnaround zeigt Wirkung
Macy's befindet sich im zweiten Jahr eines auf drei Jahre angelegten Turnaround-Programms, das Spring seit seiner Übernahme des Chefpostens vorantreibt. Kernstück der Strategie ist die Schließung unrentabler Filialen in sterbenden Einkaufszentren sowie gezielte Reinvestitionen in die verbleibenden Standorte. Angeführt werden die Fortschritte von den 200 sogenannten „reimagined stores" – modernisierten Filialen, die Macy's gezielt aufgewertet hat.
Die Investitionen konzentrierten sich auf grundlegende Einzelhandelsaspekte: ausreichende Personalbesetzung, eine angenehme Einkaufsatmosphäre und ein Sortiment mit Artikeln, die Kunden tatsächlich kaufen wollen. Spring erklärte, dass sich dieselben positiven Trends, die das Unternehmen im ersten Quartal beobachtet habe, bisher auch im zweiten Quartal fortsetzen würden.
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Zur AktienanalyseAuch der breitere Einzelhandelssektor in den USA verzeichnete zuletzt starke Quartalsergebnisse. Viele Einzelhändler profitierten dabei von überdurchschnittlich hohen Steuerrückerstattungen. Spring räumte ein, dass diese im ersten Quartal „definitiv" geholfen hätten, betonte jedoch, dass sie nicht der einzige Wachstumstreiber gewesen seien. Einige Wettbewerber gaben indes vorsichtigere Prognosen für das laufende Quartal ab – unter anderem wegen gestiegener Benzinpreise infolge des Krieges im Nahen Osten und möglicher Nachfrageschwäche durch nachlassende wirtschaftliche Impulse.
Für das Gesamtjahr rechnet Macy's nun mit einem Anstieg der flächenbereinigten Umsätze zwischen 0,5% und 1,2%. Zuvor hatte das Unternehmen noch eine Spanne von minus 0,5% bis plus 0,5% prognostiziert – eine deutliche Verbesserung des Ausblicks, die das wachsende Vertrauen des Managements in die eigene Strategie unterstreicht.

