Malcolm mittendrin Reboot: Cranston und Muniz kehren zurück
Fast 20 Jahre nach der letzten Folge kehrt die Kultserie mit der Originalbesetzung in vier neuen Episoden zurück.

Bryan Cranston hat es nach eigenen Angaben zehn Jahre lang versucht: Die Besetzung von Malcolm mittendrin für eine Fortsetzung der beliebten Familienserie zusammenzubringen. Nun ist es ihm gelungen. Fast 20 Jahre nach der damals letzten Folge kehrt die Kultserie mit einem vierteiligen Kurzformat zurück – ein Jubiläumsgeschenk für die zahlreichen Fans weltweit.
Ursprünglich war eine Fortsetzung als Spielfilm geplant. Entstanden ist stattdessen ein vierteiliger Kurzbeitrag, der bewusst auf Modernisierungsversuche verzichtet. Das Ergebnis wirkt schlichtweg so, als hätte sich das Team zusammengefunden, um eine Handvoll weiterer Episoden von Malcolm mittendrin zu produzieren – ohne großes Aufheben, ohne Neuerfindung.
Frankie Muniz als alleinerziehender Vater
Frankie Muniz kehrt als Malcolm zurück. Das einstige Wunderkind, das im Dauerclinch mit seiner dysfunktionalen Familie lag, ist nun ein alleinerziehender Vater einer Teenager-Tochter namens Leah, gespielt von Keeley Karsten. Malcolm hat seine Harvard-Ausbildung genutzt, um ein Unternehmen zu gründen, das Lebensmittelabfälle für Tafeln aufbereitet – bodenständig, aber weit entfernt von der Präsidentschaft, die seine Mutter Lois stets für ihn erträumte.
Der erwachsene Malcolm hat eine klare Strategie für seinen inneren Frieden entwickelt: so wenig Zeit wie möglich mit seiner Familie verbringen. Doch Hal (Bryan Cranston) und Lois (Jane Kaczmarek, gewohnt brillant) stehen kurz vor ihrem 40. Hochzeitstag und sind fest entschlossen, diesen im großen Familienkreis zu feiern. Der Konflikt ist damit vorprogrammiert.
So charmant und anspruchslos die Serie auch ist, bedarf es einer gewissen Eingewöhnungszeit an den „Business-as-usual"-Ansatz. Die Kulissen wirken wie Kulissen. Nichts ist naturalistisch oder provokant. Das einzige Zugeständnis an eine veränderte Welt ist die Entscheidung, das jüngste Kind Kelly als nicht-binär darzustellen – ein Mittel, das die Autoren nutzen, um den Generationenkonflikt zu betonen, ähnlich wie es der Sex and the City-Ableger And Just Like That tat.
Cranston beweist schauspielerische Vielseitigkeit
Größtenteils ist jedoch alles beim Alten geblieben, abgesehen von mehr grauem Haar und einigen Falten. Die Beständigkeit hat etwas Tröstliches. Es ist ein wenig befremdlich – und ein Zeichen des eigenen Alterns –, festzustellen, dass die Kinder und Teenager des Originals nun mitten im Erwachsenenleben stehen, wenn auch nicht unbedingt mit der erwarteten Reife.
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Zur AktienanalyseBryan Cranston, der nach Breaking Bad vor allem als ernsthafter Charakterdarsteller gilt, kehrt mit vollem Einsatz zum klamaukartigen Chaos seiner Figur Hal zurück. Hal halluziniert und führt Gespräche mit verschiedenen Versionen seiner selbst – darunter eine, die Trent Reznor von Nine Inch Nails ähnelt. Diese Szenen erinnern eindrucksvoll an Cranstons schauspielerische Vielseitigkeit, die weit über Walter White hinausgeht.
Der Großteil der Originalbesetzung ist wieder mit von der Partie, was der Produktion die Souveränität einer gut geölten Maschine verleiht. Die vier Episoden konzentrieren sich darauf, wie Malcolm versucht, seinen Platz in der Familie wiederzufinden, ohne den Verstand zu verlieren, während Lois und Hal einen Weg suchen, ihre Liebe zu feiern, ohne alles um sie herum zu zerstören.
Die Serie ist albern, und sie bekennt sich voll und ganz zu dieser Albernheit. Diese sanft-verrückten Eskapaden wirken beruhigend vertraut. In der riskanten Welt der Klassiker-Reboots, in der viele Neuauflagen an übertriebenen Modernisierungsversuchen scheitern, hätte das Ergebnis deutlich schlechter ausfallen können.

