Mann gibt sich als FBI-Agent aus: Befreiungsversuch von Luigi Mangione
36-Jähriger wollte mutmaßlichen UnitedHealthcare-Mörder aus New Yorker Gefängnis holen

Ein 36-jähriger Mann aus Minnesota ist am Mittwochabend bei dem Versuch festgenommen worden, den mutmaßlichen Mörder des UnitedHealthcare-CEOs Brian Thompson aus einem Bundesgefängnis in New York zu befreien. Mark Anderson aus Mankato hatte sich als FBI-Agent ausgegeben und behauptet, einen Gerichtsbeschluss zur Freilassung von Luigi Mangione zu besitzen.
Anderson erschien im Metropolitan Detention Center in Brooklyn und konnte auf Nachfrage des Gefängnispersonals lediglich einen Führerschein aus Minnesota vorlegen. In seiner mitgeführten Tasche fanden die Behörden eine Grillgabel und eine kreisförmige Stahlklinge, die einem Pizzaschneider ähnelte. Der 36-Jährige hatte angegeben, Waffen bei sich zu führen.
Der 27-jährige Luigi Mangione wird in dem Gefängnis ohne Kaution festgehalten. Ihm wird vorgeworfen, im Dezember 2024 den CEO von UnitedHealthcare, Brian Thompson, auf offener Straße in Midtown Manhattan erschossen zu haben. Die Bundesstaatsanwaltschaft strebt im Fall einer Verurteilung die Todesstrafe an.
Hintergründe zum Fall Mangione
Laut Staatsanwaltschaft verfolgte Mangione Thompson am Morgen des 4. Dezember 2024 und erschoss ihn vor einem Hotel in Manhattan. Der CEO wollte an einer Investorenveranstaltung der UnitedHealth Group teilnehmen. Mangione wurde fünf Tage nach der Tat in einem McDonald's in Altoona, Pennsylvania, festgenommen.
Thompson war Einwohner von Minnesota und leitete den größten privaten Krankenversicherer der Vereinigten Staaten. Die staatliche Staatsanwaltschaft hat vor dem Obersten Gerichtshof in Manhattan beantragt, den Mordprozess für Juli anzusetzen – zwei Monate vor Beginn der Geschworenenauswahl im parallelen Bundesgerichtsverfahren.
Täter kam wegen Job nach New York
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Zur AktienanalyseAnderson war nach Angaben von Strafverfolgungsbehörden wegen einer gescheiterten Arbeitsmöglichkeit nach New York City gereist und hatte in einer Pizzeria gearbeitet. Er wird nun wegen der Vortäuschung, ein FBI-Agent zu sein, angeklagt und sollte am Donnerstagnachmittag vor dem Bundesgericht in Brooklyn erscheinen. Die Strafanzeige nennt den Namen des Insassen nicht explizit, doch eine nicht näher genannte Quelle bestätigte, dass es sich um Mangione handelte.
Der Richter könnte noch diese Woche entscheiden, ob Mangione tatsächlich mit einer möglichen Todesstrafe rechnen muss. Der Fall hat in den USA große mediale Aufmerksamkeit erregt und wirft Fragen zur Sicherheit in Bundesgefängnissen auf.


