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„Margo's Got Money Troubles": Elle Fanning glänzt in OnlyFans-Komödie

Die neue Miniserie mit Elle Fanning, Michelle Pfeiffer und Nicole Kidman thematisiert Sexarbeit, Mutterschaft und finanzielle Not – bleibt dabei aber zu zaghaft.

„Margo's Got Money Troubles": Elle Fanning glänzt in OnlyFans-Komödie

Die neue Streaming-Miniserie „Margo's Got Money Troubles" vereint ein außergewöhnlich hochkarätiges Ensemble vor der Kamera. Basierend auf dem populären Roman von Rufi Thorpe, erzählt die Serie die Geschichte von Margo, einer jungen alleinerziehenden Mutter, die mit der Produktion von Erotikinhalten auf der Plattform OnlyFans versucht, über die Runden zu kommen. Die britische Filmkritik der Financial Times zeigt sich beeindruckt von den Darstellern – aber auch kritisch gegenüber der inhaltlichen Zurückhaltung der Serie.

Elle Fanning übernimmt die Titelrolle der Margo, einer aufstrebenden Autorin an einem Community College. Ihr verheirateter Literaturprofessor lockt sie mit dem Schmeichelwort, sie sei „Harvard-Material", ins Bett – woraufhin sie schwanger wird. Der Professor geht selbstverständlich davon aus, dass sie abtreiben wird. Die Serie streift das Thema nur kurz: „Ein Leben zu beenden, darüber denke ich nach", sagt Margo halbwegs neutral. Eine tiefere Auseinandersetzung mit der Situation bleibt aus.

Ein Starensemble trägt die Serie

Michelle Pfeiffer spielt Margos Mutter Shyanne – eine glamouröse, aber fragile Frau, die monatlich 400 Dollar für Gesichtscremes ausgibt, aber Schwierigkeiten hat, ihrer Tochter wirklich beizustehen. Nick Offerman verkörpert Margos Vater Jinx, einen ehemaligen Profi-Wrestler, der frisch aus dem Entzug kommt. Greg Kinnear gibt den streng religiösen Partner von Shyanne, Kenny. Und Nicole Kidman taucht ebenfalls auf – ihre Präsenz, so die FT-Kritik, scheine in jeder starbesetzten Fernseh-Miniserie mittlerweile obligatorisch zu sein.

Gemeinsam liefern Fanning, Offerman und Pfeiffer eine herzliche und überraschend glaubwürdige Geschichte eines belasteten, aber im Kern liebevollen Familientrios. Gerade im Bereich des Familiendramas fühlt sich die Serie deutlich wohler als in der Auseinandersetzung mit ihrem eigentlichen Kernthema.

OnlyFans als Einkommensquelle – aber mit Scheu behandelt

Baby Bodhi kommt zur Welt, sehr zum Entsetzen von Margos studentischen Mitbewohnern. Windeln sind teuer, die Miete wird unerschwinglich, als die Mitbewohner ausziehen, und ohne Kinderbetreuung ist Arbeiten nahezu unmöglich. Margos Cosplay-begeisterte Mitbewohnerin Susie, gespielt von Thaddea Graham, führt sie schließlich bei OnlyFans ein.

Das Problem: Das OnlyFans-Konzept taucht erst am Ende der dritten Episode auf. Für eine Serie, die auf dem Thema Sexarbeit aufgebaut ist, wirkt der Umgang damit auffallend zurückhaltend. Die Inhalte werden in Sci-Fi, Cosplay und Fantasy verpackt – als wolle man zu nichts Stellung beziehen, um niemanden zu verärgern oder zu beleidigen.

Wichtige Themen, aber zu glattgeschliffen

Die FT-Kritik zieht einen Vergleich zur gefeierten Serie „Maid", die ebenfalls soziale Klasse, Mutterschaft und finanzielle Instabilität thematisierte. „Margo's Got Money Troubles" bewege sich jedoch in einer fantastischeren Erzählwelt, in helleren Farben und mit gröberem Pinselstrich gemalt. Die Dialoge seien pointiert, doch ein Gefühl der Zimperlichkeit gegenüber der Handlung bleibe bestehen.

Das Fazit der Kritik fällt ambivalent aus: Einem Ensemble dieses Kalibers zuzusehen sei niemals eine Last. Dennoch bleibt das Gefühl zurück, dass hier eine mutigere Serie möglich gewesen wäre – eine, die in der Produktion glattgeschliffen wurde.

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