ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Märkte trotzen Iran-Blockade: S&P 500 und Nasdaq im Plus

Trotz US-Militärblockade der Straße von Hormus zeigten sich Aktien und Ölpreise erstaunlich widerstandsfähig – mit positiven Tagesschlüssen.

Märkte trotzen Iran-Blockade: S&P 500 und Nasdaq im Plus

Die US-Militärblockade gegen den Iran sorgte an den Finanzmärkten für weniger Aufruhr als erwartet. Am Montag waren mehr als 15 US-Kriegsschiffe in der Straße von Hormus positioniert, einem der strategisch wichtigsten Schifffahrtswege der Welt. Dennoch zeigten sich die Märkte bemerkenswert gelassen gegenüber dieser geopolitischen Eskalation.

Der Handelstag startete zwar mit Verlusten, doch die Stimmung drehte im Tagesverlauf deutlich ins Positive. Der S&P 500 schloss mit einem Plus von 1,0 Prozent, der technologielastige Nasdaq legte sogar 1,2 Prozent zu. Für Anleger, die einen deutlicheren Kurseinbruch angesichts der militärischen Lage erwartet hatten, war dies eine überraschende Entwicklung.

Ölpreise: Anfangsschock verpufft

Auch am Ölmarkt war die anfängliche Reaktion stärker als das Endergebnis. Die Ölpreise zogen am Sonntagabend zunächst kräftig an, gaben jedoch bis zum Montagnachmittag einen erheblichen Teil dieser Gewinne wieder ab. Brent-Rohöl-Futures schlossen schließlich bei 99,36 US-Dollar pro Barrel. Die Straße von Hormus gilt als Nadelöhr für einen Großteil der weltweiten Ölexporte aus dem Persischen Golf, weshalb Spannungen in dieser Region traditionell starke Reaktionen an den Energiemärkten auslösen.

Die vergleichsweise moderate Marktreaktion deutet darauf hin, dass Investoren die Situation zwar ernst nehmen, aber offenbar keine unmittelbare, unkontrollierbare Eskalation erwarten. Geopolitische Risiken werden an den Märkten häufig zunächst überbewertet und dann schrittweise neu eingepreist, sobald klarere Informationen vorliegen.

US-Immobilienmarkt: Schwacher Start in die Frühjahrssaison

Abseits der geopolitischen Schlagzeilen lieferte der US-Immobilienmarkt enttäuschende Daten. Die Verkäufe bestehender Häuser sanken im März um 3,6 Prozent – ein schlechter Auftakt für die wichtige Frühjahrssaison, in der traditionell die meisten Immobilientransaktionen stattfinden.

Laut der National Association of Realtors fielen die Verkäufe bestehender Häuser auf eine saisonbereinigte Jahresrate von 3,98 Millionen Einheiten. Dies ist der niedrigste Stand seit Juni 2025. Als Hauptgründe für die Kaufzurückhaltung gelten hohe Wohnkosten sowie die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit, die potenzielle Käufer vom Markt fernhält.

Für deutsche Anleger sind diese US-Immobiliendaten relevant, da der amerikanische Häusermarkt als wichtiger Frühindikator für die Konsumstimmung und die Gesamtwirtschaft der USA gilt. Schwache Verkaufszahlen können auf eine nachlassende Binnenkonjunktur hindeuten und damit auch internationale Märkte beeinflussen.

Die Kombination aus geopolitischer Anspannung im Nahen Osten und schwachen Konjunkturdaten aus dem US-Immobiliensektor zeichnet ein gemischtes Bild für die weitere Marktentwicklung. Dass die Aktienmärkte dennoch im Plus schlossen, zeigt die aktuelle Widerstandsfähigkeit der Investoren gegenüber negativen Nachrichten.

Straße Von HormusUs-Blockade IranS&P 500NasdaqBrent RohölUs-ImmobilienmarktHausverkäufe März

Disclaimer