Markus Reinwands Dax-Prognose 2024
Bewertung, Risiken und Chancen - Ein Blick auf die Zukunft des deutschen Leitindex

Markus Reinwand, Aktienstratege bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), hat sich in der Vergangenheit als zuverlässiger Prognostiker erwiesen. Seine fundierten Berechnungen basieren auf einer Vielzahl von Indikatoren, die ihm ein klares Bild der aktuellen Börsensituation vermitteln. In Bezug auf den deutschen Leitindex, den DAX, sieht er aktuell eine moderate Bewertung und prognostiziert einen fairen Wert von 17.500 Punkten für das laufende Jahr. Er betont dabei, dass diese Prognose nicht einmal steigende Unternehmensgewinne erfordert, sondern lediglich eine Korrektur der Unternehmensbewertungen.
Reinwand warnt jedoch vor möglichen Unsicherheiten auf den Aktienmärkten im Herbst, insbesondere im Zusammenhang mit der US-Präsidentschaftswahl und anderen geopolitischen Krisen. Solche Ereignisse könnten zu temporären DAX-Korrekturen führen, aber der faire Wert des Index würde dadurch nicht wesentlich beeinflusst. In seinen Augen könnten solche Korrekturen jedoch eine Gelegenheit für Anleger sein, Aktien nachzukaufen.
In Bezug auf seine bisherigen Prognosen erklärt Reinwand, dass er nicht grundsätzlich gegen den Strom schwimmt, sondern seinen Indikatoren vertraut. Im Herbst 2022 gab es für ihn ein deutliches Kaufsignal für den DAX, während er im Vorjahr Aktien als überbewertet ansah. Für das laufende Jahr hält er den DAX immer noch für attraktiv, prognostiziert jedoch ein begrenztes Potenzial von etwa fünf Prozent. Daher empfiehlt er Anlegern, ihre Positionen zu halten.
Der Aktienstratege verwendet eine Vielzahl von Indikatoren, um seine Erwartungen zu begründen. Diese Indikatoren umfassen die Bewertung der Unternehmen, die Konjunktur- und Anlegerstimmung sowie die Markttechnik. Reinwand betont, dass es nicht nur um die genaue Punktzahl geht, sondern vielmehr um die Orientierung und das Ausmaß möglicher Kursgewinne oder -verluste.
Die Bewertung der Unternehmen erfolgt anhand verschiedener Kennzahlen wie dem Kurs-Gewinn-Verhältnis, dem Kurs-Cashflow-Verhältnis, dem Kurs-Buchwert-Verhältnis und der Dividendenrendite. Die Konjunkturstimmung wird anhand von Indizes wie dem Ifo-Index und dem ZEW-Index bewertet, während die Anlegerstimmung anhand von Sentix-Umfragen unter Investoren analysiert wird. Die technischen Indikatoren umfassen Faktoren wie den DAX-Kurs im Vergleich zur 200-Tage-Linie und die Marktbreite.
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Zur AktienanalyseReinwand betont die Bedeutung von Aktienprognosen für Anleger, da sie dadurch weniger verunsichert werden. Er sieht den DAX derzeit als leicht unterbewertet an und glaubt an einen fairen Wert von etwa 17.500 Punkten. Selbst bei einer möglichen Korrektur um rund zehn Prozent auf 15.000 Punkte sieht er den fairen Wert des DAX nicht wesentlich gefährdet. Für ihn wäre eine solche Korrektur vielmehr eine Gelegenheit, um Aktien nachzukaufen.
Abschließend merkt Reinwand an, dass das größte Risiko seiner Prognose in geopolitischen Entwicklungen liegt, insbesondere in Konflikten wie in der Ukraine und Israel, die die weltwirtschaftliche Erholung gefährden könnten. Dennoch geht er im Basisszenario nicht davon aus, dass diese Risiken die Märkte maßgeblich beeinflussen werden. Im Vergleich zum US-Leitindex S&P 500 sieht Reinwand den DAX derzeit als attraktiver bewertet, erwartet jedoch für letzteren eine Seitwärtsbewegung bis zum Jahresende. Er betont jedoch, dass Anleger ihr Portfolio diversifizieren sollten und nicht ausschließlich auf den DAX setzen sollten.


