ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Marvell Technology 34% unter Hoch: Jetzt kaufen oder Finger weg?

Die Marvell-Aktie liegt 34% unter ihrem Allzeithoch. Lohnt sich der Einstieg – oder ist Broadcom die bessere Wahl?

Marvell Technology 34% unter Hoch: Jetzt kaufen oder Finger weg?

Marvell Technology (MRVL) hat Anleger in den vergangenen Monaten mit erheblicher Volatilität konfrontiert. Die Aktie notiert derzeit rund 34% unter ihrem Allzeithoch – ein deutlicher Rücksetzer, der die Frage aufwirft, ob sich ein Einstieg jetzt lohnt. Immerhin liegt der aktuelle Kurs noch über dem Stand von Ende Mai, sodass die jüngste Erholung nicht vollständig zunichtegemacht wurde.

Marvell ist vor allem in zwei Geschäftsbereichen aktiv, die für Investoren besonders relevant sind. Zum einen steuert das Unternehmen mit seiner Netzwerktechnik den Informationsfluss in Rechenzentren. Zum anderen entwickelt Marvell kundenspezifische KI-Chips, die auf die spezifischen Arbeitslasten einzelner Auftraggeber zugeschnitten sind. Zu den Kunden dieser maßgeschneiderten KI-Chips zählen namhafte Konzerne wie Microsoft und Amazon – zwei der größten Akteure im Cloud-Computing-Markt.

Marvell vs. Broadcom: Ein direkter Vergleich

Dieses Geschäftsmodell erinnert stark an Broadcom, das im Wesentlichen denselben Ansatz verfolgt und damit als idealer Vergleichswert für Marvell gilt. Auch Broadcom entwickelt kundenspezifische KI-Chips und betreibt ein starkes Netzwerkgeschäft – allerdings mit einem anderen Kundenstamm. Zu Broadcoms Kunden zählen Alphabet, Meta Platforms, OpenAI und Anthropic.

Ein entscheidender Unterschied liegt in der Dynamik der Kundenbeziehungen: Die Kunden von Broadcom bestellen kundenspezifische KI-Chips deutlich aggressiver, was sich in deutlich stärkeren Umsatzzahlen niederschlägt. Dieser Unterschied spiegelt sich klar in den Wachstumsprognosen wider.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache

Für Marvell erwarten Wall-Street-Analysten im laufenden Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum von 41% und im nächsten Jahr 45%. Der Gesamtumsatz soll im nächsten Jahr 16,7 Milliarden US-Dollar erreichen. Das klingt beeindruckend – bis man die Zahlen von Broadcom danebenstellt.

Für Broadcom prognostizieren Analysten in diesem Jahr ein Wachstum von 66% und im nächsten Jahr 63%, bei einem erwarteten Gesamtumsatz von 172 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem enormen Größen- und Wachstumsvorteil gegenüber Marvell. Besonders bemerkenswert: Trotz dieser deutlich stärkeren Kennzahlen wird Broadcom laut den vorliegenden Daten zu einer niedrigeren Bewertung gehandelt als Marvell – gemessen am Forward-Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV).

Fazit: Broadcom als die überzeugendere Wahl

Wer in den KI-Chip-Sektor investieren möchte, steht vor einer klaren Abwägung. Marvell Technology ist zweifellos ein solides Unternehmen mit vielversprechenden Wachstumsperspektiven und namhaften Kunden. Dennoch hinkt es Broadcom in den zentralen Kategorien – Kundenstamm, Wachstumsausblick und Bewertung – deutlich hinterher.

Anleger, die zwischen beiden Titeln wählen müssen, finden bei Broadcom derzeit das attraktivere Gesamtpaket: stärkeres Wachstum, größerer Umsatz und eine günstigere Bewertung. Marvell bleibt ein interessanter Wert, hat aber noch einen weiten Weg vor sich, bevor es mit Broadcom auf Augenhöhe konkurrieren kann.

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